arte Himmelsreiter – Die Geschichte der Hubschrauber 08.09.2010

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Sich senkrecht in die Luft zu schrauben, auf der Stelle zu stehen und überall landen zu können – das alles ist mit einem Hubschrauber möglich. Der Dokumentarfilm zeigt mit der Geschichte des Hubschraubers eine faszinierende technische Erfindung im Spannungsfeld zwischen Lebensrettung und Kriegseinsatz.

Heute steigt in Deutschland alle vier Minuten ein Hubschrauber auf, um Leben zu retten. Schätzungsweise verdanken 180.000 Menschen ihr Leben der schnellen Hilfe aus der Luft. Die hatte auch der Bremer Henrich Focke im Sinn, als er 1936 mit dem Focke-Wulf Fw 61 den ersten Hubschrauber der Welt baute.

Mit spektakulären Bildern, von denen viele noch nie im Fernsehen zu sehen waren, schlägt der Film einen Bogen vom ersten Hubschrauberentwurf Leonardo da Vincis bis zur spektakulären Landung des ersten Hubschraubers auf dem Mount Everest im Mai 2005. Von dieser Expedition ist zum ersten Mal exklusives Drehmaterial für diesen Film verwendet worden. Igor Sikorsky gilt als Vater des Hubschraubers. In dem Dokumentarfilm gibt sein Sohn Sergej offen zu, dass der Sikorsky-Hubschrauber VS-300 in den USA erst nach vielen Rückschlägen und Unfällen fünf Jahre nach Fockes Fw 61 vergleichbare Flugleistungen erreichte.

Der Dokumentarfilm beleuchtet auch die Rolle des Militärs und erzählt die weitgehend unbekannte, aber spektakuläre Geschichte der „Bachstelze“. Dieser einsitzige Aufklärer wurde im Zweiten Weltkrieg wie ein Drachen hinter deutschen U-Booten hergezogen. Bei Bremen wurde im Auftrag des Aeronauticum Nordholz ein Modell originalgetreu nachgebaut. Und nicht zuletzt untersucht der Film die strategisch bedeutende Rolle des Hubschraubers im Vietnam-Krieg.

Quelle: Arte