Red Bull X-Alps 2011: Tag 10

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EINE HARTE PROBE

Paul Guschlbauer (AUT4) und Martin Müller (SUI3) wagten heute Morgen einen gewagten Schritt. Sie stiegen zur Berghütte Refugio Sella an der Südseite des Neuen Weisstors auf und gelangten so in eine perfekte Position, um das Etappenziel Matterhorn zu passieren.

In der Zwischenzeit konnte Toma Coconea (ROM) seinen zweiten Platz verteidigen und über Visp in die Luft starten.

Alle drei Athleten haben nun das Matterhorn passiert. Guschlbauer entschied sich dabei für eine Linie über das Gebirge in Richtung Mont Blanc.

Der Führende Christian Maurer ist in rasantem Tempo in Richtung Süden zum Mont Gros unterwegs und fliegt derzeit auf einer Höhe von 3500m etwa 50km pro Stunde. Am Nachmittag ist jedoch mit stürmischem Wetter zu rechnen.

„Wir haben für heute keinen Plan“, verrät Maurers Supporter Theurillat. „Aber nachdem sich die Wolken schnell aufbauen, wird er so lange fliegen, wie es eben geht und dann zu Fuß weitermarschieren.“

Weiter hinten hatte Tom de Dorlodot (BEL) einen schwierigen Tag. Gestern lag er noch auf Platz 3, mittlerweile ist er jedoch auf den neunten Platz zurückgefallen. Heute brachte er einen sechsstündigen Fußmarsch bis auf 2500m hinter sich, konnte von dort jedoch nur bis ins Tal fliegen.

Mit solchen Hochs und Tief zurecht zu kommen ist eine der größten Herausforderungen bei Red Bull X-Alps. Der bekannte Abenteurer Brad Sander ist derzeit in Europa, um das Rennen mitzuverfolgen. „Dieses Rennen ist eine harte Probe und verlangt den Athleten viel Durchhaltewillen ab“, erklärt er.

Am hinteren Ende des Teilnehmerfelds landete Martin Romero gestern in einem Baum und musste aufgrund seiner Verletzungen vom Rennen ausscheiden. Dies setzte wiederum Carter (RSA) und Skrabalek (CZE) unter weiteren Druck, bei der Entscheidung heute nicht das Schlusslicht des Teilnehmerfelds zu sein.

Carter hatte sich noch auf den Weg nach oben gemacht, um Skrabalek in der Luft zu überholen, konnte aber wegen Rückenwind nicht starten und erhielt um 07.00 Uhr den Anruf, dass er vom Rennen ausgeschlossen wurde.

Die letzten Tage von Red Bull X-Alps sind spannender denn je. Sobald Maurer Monaco erreicht, bleiben den restlichen Athleten noch 48 Stunden, um ebenfalls ins Ziel zu kommen, bevor das Rennen endet.