Archiv der Kategorie: Flugveranstaltungen

Pech für Matthias Dolderer beim Saisonauftakt

ap-1umtcch8n2111_news_0Ein Over-G am vorletzten Gate wurde dem deutschen Piloten beim Saisonauftakt der Weltmeisterschaft 2018 in zum Verhängnis. Im Duell gegen den Australier Matt Hall hatte der 47-jährige Weltmeister von 2016 ganz klar die Nase vorne, überschritt aber am vorletzten Gate das G-Limit (12G) und erhielt ein „Did Not Finish“ (DNF). „Das ist super schade, ich bin sehr enttäuscht. Wir wollen Weltmeister werden, müssen aber zurück zur Beständigkeit finden“, so der Tannheimer, der am Ende Rang 13 belegte. Den Sieg in den Vereinigten Arabischen Emiraten sicherte sich aus den USA vor Weltmeister Yoshihide Muroya (Japan) und Vize-Weltmeister Martin Šonka (Tschechische Republik).

Abu Dhabi (UAE) – Matthias Dolderer hatte sich vor Abu Dhabis berühmter Corniche viel vorgenommen. Am Ende musste sich der Deutsche beim Saisonauftakt der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2018 in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Rang 13 zufriedengeben. Ein Überschreiten des G-Limits am vorletzten Gate im Duell gegen den Australier Matt Hall in der Round of 14 bedeutete trotz der schnellsten Nettozeit ein DNF und damit das vorzeitige Aus für den Weltmeister von 2016. „Das ist super schade, ich bin sehr enttäuscht. Positiv ist einzig, dass wir wissen, dass wir schnell sind und dass es eigentlich funktioniert“, so der 47-Jährige, der tags zuvor noch das Qualifying gewonnen hatte und im Rennen letztlich 13. wurde.

„Das mit den Over-Gs in den Griff zu bekommen, ist nicht so einfach. Zwischen 11 und 12G ist kaum ein Unterschied. Aber ich muss das in den Griff bekommen. Es sind Nuancen, und wenn du schnell sein willst, musst du Risiko eingehen“, so Dolderer weiter. Der Tannheimer ist zwar enttäuscht, sein Saisonziel hat er aber nicht aus den Augen verloren. „Richtung Weltmeisterschaft war das heute kein gutes Ergebnis, das wissen wir. Wir wollen aber nach wie vor Weltmeister werden und müssen deshalb zurück zur Beständigkeit finden.“

Den Sieg vor der wohl spektakulärsten Skyline der acht Stationen umfassenden Serie und damit auch die Spitzenposition in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2018 sicherte sich der US-Amerikaner Michael Goulian.

Das Red Bull Air Race zieht nun von Abu Dhabi weiter nach Cannes zum langersehnten Debüt der Serie in Frankreich am 21./22. April.

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GOULIAN GLÄNZT IN ABU DHABI

ap-1unfmhm3d2111_news musste lange auf diesen Moment warten. Ganze neun Jahre liegt sein letzter Sieg zurück, zuletzt siegte er 2009 in Budapest. Die ganze Woche über flog er bereits konstant, wusste aber, dass es einen kühlen Kopf und Nerven aus Stahl bedarf, um es ganz oben auf das Podium zu schaffen. Aber Goulian meisterte es in gekonnter Manier.
Der US-Amerikaner musste als Erster im Final 4 fliegen und legte in 53,695 Sekunden eine brillante Zeit vor, die die anderen Piloten erst einmal schlagen mussten. Es folgte eine qualvolle Zeit des Wartens, in der er mit ansehen musste, was die anderen Piloten machten.


Martin Sonka musste als Zweiter durch das Start-Gate und flog ebenfalls sauber und fehlerfrei. Er kam jedoch nicht dicht genug an Goulian heran, seine Zeit von 54,650 Sekunden war fast eine Sekunde langsamer, reichte aber am Ende noch für den dritten Platz aus.

Goulians Landsmann Kirby Chambliss flog als Dritter, doch aufgrund eines zu späten Steilflugs lag er bereits bei der ersten Zwischenzeit im Hintertreffen. Diese Zeit konnte er auch nicht mehr gutmachen und wurde insgesamt Vierter.

Das Warten auf seinen Sieg wurde für Goulian noch intensiver, weil der amtierende Weltmeister erst als Letzter an der Reihe war. Yoshihide Muroya musste auf dem Weg zu Gate 4 eine Korrektur machen, die ihn zwar nicht allzu sehr ausbremste, aber so viel Zeit kostete, dass er an Goulians Zeit nicht mehr herankam und Zweiter wurde.

Goulian steht nach seinem Triumph in zum ersten Mal in seiner Karriere an der Spitze des WM-Gesamtklassements. Und er wird versuchen, diese positive Energie mit nach Cannes zu nehmen.

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BERGER SICHERT SICH ERSTEN SIEG 2018

ap-1unf1gecn2111_news-1 war heute im Track nicht zu stoppen und sicherte sich in 57,073 Sekunden den Sieg. Der Deutsche hatte die ganze Woche über hart zu kämpfen, meldete sich aber pünktlich wieder zurück und holte im ersten Rennen gleich die maximale Punktzahl von zehn Punkten.
Daniel Ryfa hatte sich fest vorgenommen, Berger zu bezwingen, war auch zunächst bei den Zwischenzeiten schneller, traf allerdings am vorletzten Gate ein Pylon und kam über eine Zeit von 59,420 Sekunden nicht hinaus – eine große Enttäuschung für den Titelaspiranten.

Luke Czepiela kam noch am nächsten an Bergers Zeit ran, war aber immer noch 1,460 Sekunden langsamer als der deutsche Pilot. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich Kevin Coleman, der sich im Laufe der Woche stetig verbessert hatte und mit seinem Saisonstart mehr als zufrieden sein kann.

Dario Costa wirkte in seinem ersten Rennen nervös, flog aber sauber und passierte das Finish Gate nach 59,418 Sekunden. Seine Zeit bescherte ihm Rang vier – ein großartiges Ergebnis in seinem ersten Rennen.

Der zweite Newcomer, Patrick Davidson, musste als Erster in den Track und flog eine Zeit von 1:00,544 Minuten (inkl. einer Zwei-Sekunden-Strafe). Am Ende belegte er Platz sechs, aber seine Leistung sollte ihm Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.

Daniel Genevey war der letzte Pilot im Track, kassierte eine Zwei-Sekunden-Strafe für ein Over-G und kam über Platz sieben nicht hinaus.

2018 Ergebnisse

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Florian Berger

“Es ist wichtig, stark, fokussiert und konstant zu sein.“

ap-1r1awb5ss1w11_newsChallenger Class Pilot
Nationalität: Deutsch
Geburtsdatum: 31. März 1989
Wohnhaft in: Ingolstadt, Deutschland
Erstes Rennen: 2015

Florian Bergér ist der erste deutsche Pilot, der den Challenger Cup Titel gewinnen konnte, und er ist der einzige Pilot, dem dies zweimal gelang. 2018 wird er versuchen, den Hattrick gegen starke Konkurrenz perfekt zu machen und damit seinem ultimativen Ziel, sich einen Platz in der Master Class und im Kampf um die Weltmeisterschaft zu sichern, näher zu kommen.

„Ich bin zum ersten Mal mit dem Fliegen in Berührung gekommen, als mich mein Vater mit auf einen Flug nahm. Er ist ebenfalls Pilot“, erklärt Bergér, der 1989 in Eichstätt geboren wurde. „Seitdem bin ich vom Fliegen fasziniert.”

Bergér begann seine Karriere mit dem Segelfliegen, und wenn es die Zeit erlaubt, trainiert er nach wie vor parallel mit den Fliegern. Als erster Offizier für Lufthansa ist er zudem Pilot eines A320. Er absolvierte sein Kunstflugtraining an der Flugschule des Red Bull Air Race Weltmeisters Matthias Dolderer in Tannheim und repräsentierte sein Land seit 2014 bei internationalen Wettkämpfen. Unter anderem erzielte er einen dritten Platz beim Teamwettbewerb der Europameisterschaften im Kunstfliegen und holte mehrere Einzelmedaillen in der Kategorie Unlimited bei Deutschen Meisterschaften, so auch den Vize-Meister-Titel bei den Kunstflugmeisterschaften 2016.

Als Bergér 2015 Teil der Challenger Class wurde, gehörte er zu den jüngsten Piloten, die je beim Red Bull Air Race geflogen sind. Mit dem Ziel, seine Air-Racing-Fähigkeiten auszubauen, platzierte er sich in seinen ersten drei Saisons insgesamt zehnmal auf dem Podium. Highlights waren unter anderem sein erster Rennsieg im österreichischen Spielberg sowie der Triumph in seinem ersten Heimrennen auf dem Lausitzring in Deutschland (jeweils 2016). Die Siegesserie setzte sich 2017 mit dem Sieg beim Rennen in San Diego in den USA fort. Später triumphierte er auch in Budapest, der spirituellen Heimat des Red Bull Air Race. Mit dem Wechsel in das neue Flugzeug der Challenger Class – eine Edge 540 V2 – wird Bergér sich auch in der Saison 2018 weiter entwickeln.

„Ich freue mich wirklich sehr, die Edge zu fliegen. Ich hatte bei einem Trainingscamp bereits die Gelegenheit, einen ersten Vorgeschmack zu bekommen. Es hat mir sehr gut gefallen”, so Bergér. „Doch es gibt viele Piloten in der Challenger Class, die schon mehr Erfahrung in der Edge 540 V2 haben als ich. Ich werde mein Bestes geben.“

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Red Bull Airrace Abu Dhabi 02.02. – 03.02.2018

ap-1uj9nqf811w11_news landet zum Saisonauftakt 2018 in

Nach der packenden Saison 2017 startet die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft am 2./3. Februar zum elften Mal in Folge im heißen Abu Dhabi in das neue Jahr. Neue Piloten, Innovationen an den
Flugzeugen und veränderte Regeln werden die Serie 2018 noch spannender und mitreißender machen.
Abu Dhabi (UAE) – Mit seinen glänzenden Wolkenkratzern, die sich im Arabischen Golf spiegeln, hat Abu Dhabi wohl eine der spektakulärsten Skylines der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft zu bieten. Ohnehin ist in der Saison 2018 packende Action vorprogrammiert, wenn 14 der weltbesten Piloten in ihren Rennflugzeugen bei bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 10G gegen einander antreten.
Darunter ist auch ein neuer Pilot mit beeindruckenden Referenzen. Doch an der Spitze des Starterfeldes steht der neue Weltmeister. Zudem haben zahlreiche Teams ihre Flugzeuge grundlegend überarbeitet und der Auftakt in den Emiraten bietet die perfekte Bühne für eine spannungsgeladene Saison.
Die Piloten aus 16 Ländern warten schon sehnsüchtig auf den Auftakt der acht Stationen umfassenden Saison. In der Master Class will Weltmeister Yoshihide Muroya seinen enttäuschenden 13. Platz von Abu Dhabi im vergangenen Jahr vergessen machen. Den Sieg über der Corniche schnappte sich damals der tschechische Pilot Martin Šonka, mit dem sich der Japaner die ganze Saison über ein
packendes Duell um die WM-Krone lieferte, das Muroya erst beim allerletzten Rennen der Saison für sich entschied. Es war der erste WM-Titel überhaupt für Asien. Muroya gegen Šonka ist ein Duell, das
auch in dieser Saison wieder für reichlich Spannung sorgen wird.
Sowohl der Kanadier Pete McLeod, der 2017 mit Rang drei das bislang beste Ergebnis in seiner Karriere feierte, als auch der zweimalige Vize-Weltmeister aus Australien, Matt Hall, wollen an ihre starken Leistungen aus der zweiten Saisonhälfte 2017 anknüpfen – beide standen in Abu Dhabi auch schon auf dem Podium. Hungrig auf Erfolge sind auch die ehemaligen Weltmeister Kirby Chambliss (USA) und (GER).
Mit Ben Murphy (Blades Racing Team), der in dieser Saison sein Debüt in der Master Class gibt, feiert Großbritannien zugleich auch sein Comeback im Kreis der Piloten. Der ehemalige Teamleiter des
berühmten Royal Air Force Kunstflug-Teams „Red Arrows“ sammelte zuvor zwei Jahre lang Erfahrung in der Challenger Class.
Neu in der Challenger Class sind der Italiener Dario Costa sowie der Südafrikaner Patrick Davidson, die beide als einzige Piloten die Farben ihres Landes beim Red Bull Air Race vertreten. Eine weitere
Neuerung in der Challenger Class: Alle zehn Piloten werden in einem neuen und sehr schnellen Flugzeug unterwegs sein, der Edge 540 V2.
Zudem soll eine klassenübergreifende neue Regel das noch spannender machen: Erhielt ein Pilot für die Überschreitung des G-Limits bisher automatisch ein „DNF“ (Did Not
Finish), was zugleich das Aus im Rennen bedeutete, kassiert er in der anstehenden Saison für den gleichen Fehler eine Zwei-Sekunden-Strafe und darf das Rennen fortsetzen.
„Ich habe dem Saisonauftakt noch nie so entgegengefiebert wie in diesem Jahr. Die Saison 2017 hat uns alle mitgerissen. Und weil es so knapp war, darf sich jetzt jedes Team Hoffnungen auf den Sieg
machen“, erklärt Erich Wolf, Geschäftsführer der Red Bull Air Race GmbH. „Ich bin mir sicher, dass wir phänomenale Fortschritte in den Technologien und Fertigkeiten unserer Teams sehen werden. Und es
gibt kaum einen besseren Ort, dies zu demonstrieren, als in Abu Dhabi mit seiner unglaublichen Motorsport-Tradition. Es ist einfach der perfekte Ort, um in das zweite Jahrzehnt der Red Bull Air Race
Weltmeisterschaft zu starten.“
Sei live dabei: Der Ticketvorverkauf für die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2018 ist angelaufen.
Aktuelle Neuigkeiten und Informationen, unter anderem zu den Tickets: www.redbullairrace.com.

Red Bull Air Race 2018 Kalender

2./3. Februar: Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
21./22. April: Cannes, Frankreich
26./27. Mai: Europa, Location TBA
23./24. Juni: Budapest, Ungarn
4./5. August: Asien, Location TBA
25./26. August: Kazan, Russland
6./7. Oktober: Indianapolis, USA
November: Asien, Location TBA

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