Archiv der Kategorie: Videos

ZDF: Das Hubschrauber-Fiasko bei der Bundeswehr 28.10.2015

ZDF
ZDF

Sendungsinformationen

  • Mittwoch 28.10.2015, 22:45 – 23:15 Uhr
  • VPS 28.10.2015, 22:45 Uhr
  • Länge: 30 min.

Fünf Milliarden Euro kosten die Bundeswehr-Hubschrauber vom Typ NH90. Obwohl seit 1990 geplant, fehlt noch die Hälfte der 82 Bestellungen. Bis heute ist kein Hubschrauber voll einsatzbereit.

Der Transporthubschrauber macht seit Jahren negative Schlagzeilen, zahllose Pannen und Fehler wurden publik und beim ersten echten Einsatzversuch in Afghanistan, kam es beinahe zu einem katastrophalen Absturz. „Wie konnte es dazu kommen?“, fragt ZDFzoom.

Der Boden zu dünn für Soldatenstiefel, die Winde zu schwach, die Truppensitze zu wenig tragfähig für ausgerüstete Soldaten, gravierende Triebwerksprobleme, gefährliche Elektronikfehler, Korrosionsprobleme und ein enormer Wartungsaufwand. „Niemand weiß, ob nicht morgen ein Einsatz erfolgen muss, und dann wären wir darauf nicht vorbereitet“, kritisiert der ehemalige oberste General Deutschlands, Harald Kujat.Immer wieder stößt ZDFzoom-Reporter Marc Lindemann bei seinen Recherchen auf Blockaden, Abschottung und Absagen. Lapidar verweigert das Verteidigungsministerium jegliche Kooperation: Interviews geben weder die amtierende Ministerin Ursula von der Leyen, die den NH90-Vertrag im Juni besiegelte, noch ihr Amtsvorgänger Thomas de Maizière.
Ankündigungen von Politik und Industrie, die vielen Probleme irgendwie in den Griff zu bekommen, erweisen sich oft als leere Versprechungen. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem ZDF zugespielt wurden.
Auf seiner Spurensuche, die bis nach Norwegen zu den dortigen Rettungsfliegern führt, wird dem Autoren deutlich: Der NH90 wird für die Bundeswehr immer mehr zum Debakel.

 

Besenyei nimmt Abschied vom Red Bull Air Race

Der Ungar Peter Besenyei, mit acht Rennsiegen einer der erfolgreichsten Piloten des Red Bull Air Race aller Zeiten, erklärte nach dem Rennen in Las Vegas seinen Rücktritt von dem Sport, der er selbst 2003 mit ins Leben gerufen hatte.
Besenyei, 59, gewann den Titel in der ersten Saison 2003 und blickt auf insgesamt zehn Saisons in der schnellsten Motorsportserie der Welt zurück.

„Ich bin jetzt so lange hier geflogen, seit dem Anfang des Red Bull Air Race. Ich habe die Entscheidung, dass die aktuelle Saison meine letzte sein wird, bereits vor ein paar Tagen gefällt“, sagt Besenyei, der in seiner Karriere insgesamt 22 Mal auf dem Podium stand. „Ich werde mich jetzt mehr auf meine Familie konzentrieren und wieder mehr Airshows fliegen.“

Besenyei hat alle zehn Saisons beendet und insgesamt 66 Rennen auf seinem Konto. Besenyei ist nicht nur einer der berühmtesten Sportler Ungarns, er ist auch Gründungsvater des Red Bull Air Race, hat es mit entwickelt. Besenyei hatte bereits 2001 auf sich aufmerksam gemacht, als er in Budapest erstmals unter der Kettenbrücke hindurch geflogen war.

„Es ist ein fantastisches Event, und ich bin froh, wie es sich entwickelt hat“, sagt Besenyei. „Mein Herz wird immer weiter für das Red Bull Air Race schlagen. Aber nicht als Teilnehmer.“

Besenyei war auch maßgeblich daran beteiligt, dass Budapest gleich acht Mal Austragungsort eines Red Bull Air Race war. Die Hauptstadt Ungarns mit seinem fantastischen Publikum entlang des Tracks über der Donau teilt sich den Rekord als häufigster Ausrichter mit Abu Dhabi. Die Startlinie des Red Bull Air Race in Budapest ist heute unter der Kettenbrücke – in Anerkennung für Besenyei.