Archiv der Kategorie: Allgemeines

The Flying Bulls. Ein Team. Eine Leidenschaft.

The flying Bulls
The flying Bulls

Legenden der Lüfte. So könnte man in nur drei Worten zusammenfassen, was die Flying Bulls ausmacht.

Das gilt sowohl für die Flotte, vor allem aber auch für die Crew. Leidenschaftliche Piloten und Techniker, die mit Hingabe und Akribie historische Maschinen aufspüren und ihnen neue Flügel verleihen. Und das seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Denn die Geschichte der Flying Bulls beginnt bereits in den 80er-Jahren. Sigi Angerer, ein Pilot der Tyrolean Airways, flog zu dieser Zeit beruflich zwar moderne Jets, seine Liebe aber gehörte historischen Flugzeugen.

Eine North American T-28B sollte das erste Stück seiner späteren Sammlung werden. Nach und nach kamen immer mehr Flugzeuge dazu – etwa eine Grumman G-44 Wigeon oder die legendäre Chance Vought F4U-4 – die er in Innsbruck unterstellte.

Die Flamme war entzündet, jetzt breitete sie sich aus. Denn auch andere Enthusiasten schlossen sich Angerer an. Gemeinsam ließen sie die historische Flotte immer mehr wachsen, sodass bald eine Lösung für das entstandene Platzproblem gefunden werden musste.

Ende der 90er-Jahre schließlich entstand der Plan, nach Salzburg zu übersiedeln und dort einen neuen Hangar zu errichten. Es war die Geburtsstunde des Hangar- 7, der in diesen Tagen in den Köpfen der Flug-Pioniere reifte und den Weg ebnete für eine neue Dimension ihrer Leidenschaft.

Nun war auch die Zeit gekommen, die bisher lose Vereinigung von Piloten, Technikern und ihren Maschinen unter ein Dach zu bekommen. Was im Jahr 1999 schließlich zur Gründung der Firma The Flying Bulls führte.

The Flying Bulls vereinen exzellentes Know-How in der Restaurierung und Instandhaltung legendärer Flugzeuge mit einer außergewöhnlichen Flugästhetik der Piloten. Dass sie in ihrem Metier wahre Künstler sind, stellen sie bei diversen Airshows immer wieder unter Beweis.

 

DER HANGAR-8
Die Vollendung eines Traums

Wenn die Familie wächst, braucht man ein neues Zuhause. So erging es auch den Flying Bulls, deren Flotte zur Jahrtausendwende einfach zu groß wurde für ihre bisherige Heimat. Weshalb gleich zwei Mal gebaut wurde.

Der Hangar-7 war gerade frisch eröffnet, ein neues Wahrzeichen für Salzburg war geschaffen, die formschöne Glaskonstruktion glänzte in den Himmel – und schon rückten wieder die Bauarbeiter an. Es galt nun, das begonnene Projekt zu vollenden.

Mit einem Gebäude, das sich nahtlos in die bestehende Optik einfügt und diese komplettiert. Das direkt gegenüber vom Hangar-7 stehen sollte. Dessen Bestimmung es ist, die historischen Flugzeuge der Flying Bulls zu beheimaten. Eine Flugzeugwerft in modernstem Stil. Der Hangar-8.

Denn historische Fluggeräte brauchen viel Liebe – und noch mehr Wartung und Pflege. Deshalb wuchs in den ganzen Jahren nicht nur die Flotte der Flying Bulls, sondern auch die Anzahl derer, die sich darum kümmern. Spezialisten aus aller Welt, die die Flugzeuge warten und ihnen neue Flügel verleihen.

Dieser besonderen Crew wäre eine frostige, dunkle Garage nicht gerecht geworden. Die bestens ausgebildeten Techniker sollten Arbeitsbedingungen erhalten, die ihrem Know-How entsprechen.

Was die technische Ausstattung betrifft, spielt der Hangar-8 in der internationalen Königsklasse. Im Hangar-8 gibt es exklusive Detaillösungen, bis hin zu einer Fußbodenheizung.

Und natürlich hat die Anlage auch architektonisch einiges zu bieten. Der Hangar- 8 bettet sich stilistisch in die Umgebung des „großen Bruders“, dem Hangar-7, ein. Eine gigantische Stahl-Netzkonstruktion und 1.650 Glasplatten sorgen für die einzigartige Charakteristik der exklusiven Bauwerke am Salzburger Airport.

 

DIE PILOTEN DER FLYING BULLS

Siegfried Schwarz: Flugbetriebsleiter & Chefpilot Helikopter

Als Pilot der Christophorus-Flotte rettete er 21 Jahre lange Menschenleben. Jetzt ist Siegfried „Blacky“ Schwarz einer von nur drei zivilen Helikopter- Kunstfliegern der Welt – und Chefpilot der Flying Bulls. Mehr als 10.000 Flugstunden zeugen von einem bewegten Leben in der Luft.

 

Raimund Riedmann: Flugbetriebsleiter & Chefpilot Fläche

Aufgewachsen in unmittelbarer Nähe zum Airport Innsbruck, ließ Raimund Riedmann die Begeisterung für Flugzeuge nicht mehr los. Seit 2012 ist er Chefpilot der Flying Bulls und damit Nachfolger von Siegfried Angerer.

 

Siegfried Angerer: Lebende Legende

Der ehemalige Chefpilot setzte sich im Jahr 2012 zur Ruhe. Als Mitbegründer der Flying Bulls hat er jede Maschine von ihrer Überstellung bis zur Ankunft begleitet und kennt die Geschichten der Flugzeuge wie kein anderer.

SWR: Die Laupheimer Heeresflieger 22.06.2012

 

SWR
SWR

Mit dem Großraumhubschrauber unterwegs in Afghanistan

Sendung am Freitag, 22.6. | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

Pilot Rolf Rothenhäusler fliegt in 10 Meter Höhe über den Wüstenboden. Sein Auftrag: 30 Soldaten müssen vom afghanischen Masar e Sharif nach Kundus. Ein gefährlicher Trip. Überall können Taliban-Kämpfer lauern und seine CH 53 Maschine im Visier haben. Oft genug haben schon die auf Wärme reagierenden Täuschkörper Alarm an der CH 53 ausgelöst. So sollen feindliche Raketen von dem Bundeswehrhubschrauber aus Laupheim abgelenkt werden.
Die Fliegerei in Afghanistan ist sehr anspruchsvoll, erzählt Pilot Rothenhäusler. Einerseits ist in Afghanistan Krieg und entsprechend ist die Bedrohung. Andererseits spielt oft das Wetter nicht mit. Drei Tage standen die Hubschrauber nun schon wieder am Boden, weil heftige Schneestürme Flüge nicht zugelassen hatten. Schlecht für die Soldaten in den Feldlagern Kundus und Feysabad. Die sind nämlich auf die Versorgungsflüge der Laupheimer angewiesen. Und auf dem Landweg geht bei schlechtem Wetter auch nicht viel. Wenn Soldaten, die zurück nach Deutschland wollen, den Flieger in Usbekistan verpassen führt das zu besonderem Frust in den Lagern.

Rolf Rothenhäusler bekommt die goldene Verdienstmedaille verliehen.

Rolf Rothenhäusler hat das schon oft erleben müssen. 31 Jahre ist er nun schon bei der Bundeswehr. Zwei bis drei Mal muss der 50-Jährige zum Einsatz nach Afghanistan. Zusammengezählt war der Pilot insgesamt 2 Jahre im Kriegseinsatz. Dafür hat er die goldene Verdienstmedaille des Verteidigungsministers bekommen. An die Nieren geht den Hubschrauberbesatzungen, wenn sie zu Kameraden gerufen werden, die bei Anschlägen verwundet wurden oder gefallen sind. Immer wieder fragen sie nach dem Sinn des Afghanistan-Einsatzes. Die Politik hat ihnen darauf bislang keine befriedigende Antwort geben können.