Mit dem Großraumhubschrauber unterwegs in Afghanistan
Sendung am Freitag, 22.6. | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Pilot Rolf Rothenhäusler fliegt in 10 Meter Höhe über den Wüstenboden. Sein Auftrag: 30 Soldaten müssen vom afghanischen Masar e Sharif nach Kundus. Ein gefährlicher Trip. Überall können Taliban-Kämpfer lauern und seine CH 53 Maschine im Visier haben. Oft genug haben schon die auf Wärme reagierenden Täuschkörper Alarm an der CH 53 ausgelöst. So sollen feindliche Raketen von dem Bundeswehrhubschrauber aus Laupheim abgelenkt werden.
Die Fliegerei in Afghanistan ist sehr anspruchsvoll, erzählt Pilot Rothenhäusler. Einerseits ist in Afghanistan Krieg und entsprechend ist die Bedrohung. Andererseits spielt oft das Wetter nicht mit. Drei Tage standen die Hubschrauber nun schon wieder am Boden, weil heftige Schneestürme Flüge nicht zugelassen hatten. Schlecht für die Soldaten in den Feldlagern Kundus und Feysabad. Die sind nämlich auf die Versorgungsflüge der Laupheimer angewiesen. Und auf dem Landweg geht bei schlechtem Wetter auch nicht viel. Wenn Soldaten, die zurück nach Deutschland wollen, den Flieger in Usbekistan verpassen führt das zu besonderem Frust in den Lagern.
Rolf Rothenhäusler bekommt die goldene Verdienstmedaille verliehen.
Rolf Rothenhäusler hat das schon oft erleben müssen. 31 Jahre ist er nun schon bei der Bundeswehr. Zwei bis drei Mal muss der 50-Jährige zum Einsatz nach Afghanistan. Zusammengezählt war der Pilot insgesamt 2 Jahre im Kriegseinsatz. Dafür hat er die goldene Verdienstmedaille des Verteidigungsministers bekommen. An die Nieren geht den Hubschrauberbesatzungen, wenn sie zu Kameraden gerufen werden, die bei Anschlägen verwundet wurden oder gefallen sind. Immer wieder fragen sie nach dem Sinn des Afghanistan-Einsatzes. Die Politik hat ihnen darauf bislang keine befriedigende Antwort geben können.
Solar Impulse setzt seine Reise im Königreich Marokko fort
Madrid, 12. Juni 2012 – Nach Abschluss des ersten interkontinentalen Solarstrom-Fluges nach Marokko, setzt das Solar Impulse Flugzeug von Bertrand Piccard und André Borschberg seine Reise nun fort. Unter der Schirmherrschaft von seiner Majästät König Mohammed VI und gemeinsam mit Masen, Moroccan Agency for Solar Energy, wird Solar Impulse über den künftigen Standort des ersten Solar-Komplexes in Ouarzazate fliegen. Der Prototyp sollte am 13 Juni 2012 um ca. 08:00 Uhr (UTC +1) von Rabat-Salé (Marokko) abheben, um in Ouarzazate (Marokko) am Donnerstag 14 Juni nach Mitternacht (UTC +1) zu landen.
Eine Woche nach der Landung in Marokko wird Solar Impulse nach Ouarzazate im Süden des Landes fliegen und zum ersten Mal Wüsten- und Bergklima erleben. Dieser Flug wird sicherlich der schwierigste, den das Flugzeug bislang durchgeführt hat. Aufgrund des trockenen und heissen Klimas in der Nähe des Atlasgebierge, ist das Wetter sehr turbulent bis spät in die Nacht. Um sich auf den Flug vorzubereiten, ist André Borschberg, der den Hin-und Rückflug nach Ouarzazate ausführen wird, bereits einige Tage früher vor Ort eingetroffen. Bein Besuch bei der Wetterstation in Ouarzazate konnte das Team vom lokalen Wissen profitieren, um die eigenen Voraussagen basierend auf den üblichen Computervorhersagen, zu komplementieren. Der Prototyp wird morgen am 13. Juni 2012 um 08:00 Uhr (UTC +1) vom internationalen Flughafen Rabat-Salé (Marokko) starten und wird zunächst eine Flufvorführung machen. Zwei verschiedene Routen werden für den morgigen Flug vorbereitet. Eine Erste entlang der Küste auf einer Höhe von 8‘600 Meter nach Agadir via Essaouira, um das Atlasgebierge zu umfliegen. Die andere Route verläuft Richtung Casablanca und dann nach Marrakesch, um dann in der Nacht von Donnerstag 14. Juni nach Mitternacht (UTC +1) auf dem internationalen Flughafen von Ouarzazate zu landen.
Solar Impulse wird nahe des ersten Solarkomplexes, initiiert von der marokkanischen Masen, landen. Der Komplex in Ouarzazate wird Sitz der größten Thermo-Solaranlage der Welt sein. Mit einer Kapazität von 160 MW ist es die erste Thermo-Solaranlage mit Parabol-Zylinder-Sensoren und Speicher des Solarkomplexes in Ouarzazate und wird bis 2015 500 MW erreichen. Als Teil der marokkanischen Energie-Strategie wird dieses Projekt mit dazu beitragen innerhalb der nächsten 10 Jahre den Anteil erneuerbarer Energien – Solar-, Wind- und Wasserkraft – auf 42% auszubauen. Solar Impulse unterstützt die Strategie des Königreichs, die sowohl die Anforderungen der beschleunigten sozioökonomischen Entwicklung wie auch den Umweltschutz in Einklang bringt.
Wie jeden Tag seit der Ankunft in Marokko finden auch weiterhin offizielle Besuche und Veranstaltungen für Schulen, Universitäten, Verein, Wirtschaft und Politik statt. Fotos und Videos zu allen Veranstaltungen werden täglich auf die Website von Solar Impulse und Masen hochgeladen und der Blog wird regelmäßig aktualisiert.
Obwohl der Flug bestätigt wurde, kann der Leiter der Flugeinsatzzentrale immer noch bis kurz vor dem Start entscheiden, den Flug zu verschieben oder die Route zu ändern. Besuchen Sie deshalb www.solarimpulse.com, um immer auf dem neusten Stand zu sein.
Verfolgen Sie die grenzüberschreitenden Flüge 2012 über das Internet und über das Solar Impulse App
Während den grenzüberschreitenden Flüge kann jeder Flug live auf www.solarimpulse.com sowie über Twitter (für André oder Bertrand), Facebook von Solar Impulse und der Facebook-Seite von Masen „Solarconvergencemaroc“ und über das Smartphone App „Solar Impulse Inventing the Future“, kostenlos erhältlich im AppStore und Google Play, verfolgt werden. Die Position, Höhe und Geschwindigkeit des Flugzeuges werden live angezeigt und Kameras im Cockpit und im „Mission Control Center“, dem Herzstück der Mission, machen es, dank des von Swisscom, offizieller Partner von Solar Impulse, entwicklenten Satelliten-Kommunikationssystems, möglich, das Abenteuer live mit zu erleben.
AERO Friedrichshafen: Homebase der Allgemeine Luftfahrt in Europa
Friedrichshafen – Die AERO startet im April 2012 zu ihrem 20. Jubiläumsflug. Die internationale Fachmesse ist heute Europas Nummer eins der Allgemeinen Luftfahrt. Am Bodensee zeigen die Unternehmen ihre Innovationen und Neuheiten aus der gesamten Branche der Segel- und UL-Flugzeuge sowie Business-Jets. Für mehr als 500 Aussteller aus aller Welt und für 33.000 Besucher, darunter Piloten, Luftfahrt-Experten und Medien ist die AERO am Bodensee vom einstmals zweijährigen Turnus nunmehr zu einem jährlichen Pflichttermin geworden. Welt- und Europapremieren werden hier der Öffentlichkeit vorgestellt, rund 700 Journalisten aus aller Welt berichten über die neuen Entwicklungen der Luftfahrt: „Die AERO ist die Neuheiten- und Innovationsschau der Allgemeinen Luftfahrt, durch die enge Verbindung zwischen Messe und Flughafen haben wir außerdem einen ausgezeichneten Standortvorteil“, stellt AERO-Projektleiter Roland Bosch fest.
„Mit Segelflugzeugen haben wir begonnen, später kamen die UL-Flugzeuge und die Business Aviation hinzu. Heute bietet die AERO das komplette Spektrum der Allgemeinen Luftfahrt. Sie zählt zu den weltweit bedeutendsten Fachmessen der Allgemeinen Luftfahrt, zu der alles gehört, was fliegt. Davon ausgenommen sind nur die großen Linienjets und die Militärmaschinen.
Rund 500 Aussteller aus über 25 Nationen präsentieren auf dem Messegelände in Friedrichshafen auf über 80 000 m2 Ausstellungsfläche das komplette Angebot der General Aviation. Das Angebot umfasst vor allem die Bereiche Business-Jets mit ein- und zweimotorigen Flugzeugen und leichten Jets, den Bereich Sport-Aviation mit dem umfassenden Angebot an Ultraleichtflugzeugen sowie Avionik, Maintenance und Services und Pilotenzubehör. Der typische AERO-Besucher, ermittelt durch Messeumfragen, ist ein hochqualifizierter Profi, der nach neuen Technologien, Produkten und Firmenkontakten sucht. Über die Hälfte aller AERO-Besucher haben eine oder mehrere Pilotenlizenzen.
Start im Jahr 1977 mit 14 Ausstellern
Entstanden ist die AERO Friedrichshafen als Teil der regionalen Motorsportausstellung RMF (Rennsport, Motor, Freizeit). Im Rahmen dieser Messe präsentierten 1977 erstmals rund 14 Aussteller Segelflugzeuge und Pilotenzubehör. Trotz dieser für eine Luftfahrtmesse untypischen Entstehungsgeschichte lag bereits im ersten Jahr das Publikumsinteresse weit über den Erwartungen der Messeleitung. Der frühere Geschäftsführer der Messe, Ernst Haller hat die Luftfahrtmesse an den Start gebracht. Der heutige AERO-Projektleiter Roland Bosch ist im Jahr 1988 eingestiegen und hat die Luftfahrtmesse am Bodensee weiterentwickelt.
Starke Steigerungen
Da es zu diesem Zeitpunkt in Europa keine vergleichbare Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt gab, wurde die Zahl der Aussteller bereits im zweiten Jahr verdoppelt. In den weiteren Jahren konnte die Zahl der Aussteller und Besucher kontinuierlich in zweistelligen Zuwachsraten gesteigert werden. Mitte der 80er-Jahre hatte die AERO die RMF in Größe und Bedeutung hinter sich gelassen. 1985 wurde die AERO aufgrund der internationalen Bedeutung in den Weltverband der UFI-Messen aufgenommen.
1993: erste eigenständige AERO
Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass sich die AERO als Luftfahrt-Event von ihrer „Messe-Mutter“ löste und als eigenständige Veranstaltung weiterflog. Der Schritt zur Fachmesse wurde 1993 vollzogen. Der Erfolg der AERO hängt neben dem Konzept einer speziell auf die Belange der Allgemeinen Luftfahrt zugeschnittenen Fachmesse und der klaren Zielgruppendefinition auch mit der Tradition Friedrichshafens als eine Wiege der Luftfahrt zusammen. Große Konstrukteure wie Zeppelin, Dornier, Kober und Maybach entwickelten in der Bodenseestadt bereits früh ihre Luftschiffe, Flugboote, Motoren und Flugzeuge und begründeten somit auch das Image und die Kompetenz der Messe Friedrichshafen in Sachen Luftfahrt.
Weltweit operierende Konzerne wie die EADS, Tognum/MTU, Dornier, ZF, Zeppelin Metallwerke und die Zeppelin Luftschiffbau haben ihre Wurzeln in Friedrichshafen und sind heute als führende Firmen in der Luftfahrtindustrie und in anderen Hightech-Bereichen tätig. Im Jahr 2012 steht ein weiteres großes Jubiläum auf dem Terminkalender: 100 Jahre Wasserflugzeugbau am Bodensee.
Treffpunkt der Allgemeinen Luftfahrt
Während die AERO im Bereich Flugsport bereits in den frühen 80er-Jahren eine weltweit führende Bedeutung hatte, verstärkten sich die Aktivitäten in den 90er-Jahren zunehmend auch auf neue Angebotsbereiche. So konnte die AERO Friedrichshafen in den letzten Jahren ihr Angebot vor allem bei Avionik, Maintenance und Services aber auch bei der Business Aviation entscheidend ausweiten. Sie gilt heute als wichtiger Branchentreffpunkt im globalen Markt der Allgemeinen Luftfahrt.
2002: Umzug aufs neue Messegelände
Ein weiterer markanter Punkt in der Entwicklung der AERO war im Jahr 2002 der Umzug der Messe auf das neue Messegelände direkt am Flughafen. Die wesentlich bessere Infrastruktur auf dem neuen Areal bot für die Luftfahrtmesse neue Entwicklungschancen und Erweiterungsmöglichkeiten. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 200 Millionen Euro wurde das Gelände im Juli 2002 eröffnet, damit wurde das Wachstum der AERO noch weiter beschleunigt.
AERO direkt am Flughafen
Die AERO ist heute weltweit eine der wenigen Luftfahrt-Messen, die ein hochmodernes Messegelände mit unmittelbarem Airport-Zugang vorweisen können. Die Aussteller können ihre Flugzeuge direkt von der Runway über einen extra dafür gebauten Taxiway in die Messehallen rollen und haben damit einen direkten Anschluss an das Flughafen-Areal. Drei der insgesamt zwölf neuen Messehallen wurden mit Hangartoren mit rund 22 Metern lichter Weite ausgestattet. Direkt im Anschluss an die Hallen steht der Static Display Bereich für Businessflugzeuge zur Verfügung.