Alle Beiträge von Dieter F. Heinlin

Red Bull Air Race World Championship 2010 Abu Dhabi ServusTV 16.04.2010

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  • Abu Dhabi
  • Freitag | 16.04 | 22:45 Uhr
  • Sport, Vereinigte Arabische Emirate 2010
  • Resolution:HD

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Die spektakulärste Motorsport-Serie der Welt hebt wieder ab: In Abu Dhabi im Wüstenstaat Vereinigte Arabische Emirate steigt das Auftakt-Event der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2010.

Adilson Kindlemann Unfall in Perth

Adilson Kindlemann from Brazil, was involved in an accident at 11.50am while participating in today’s training session for the Red Bull Air Race World Championship. At this stage we are unable to give specific details regarding the accident.

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Crash dive Down Under

[media id=174 width=470 height=320] News package Kindlemann incident Part 2

[media id=173 width=470 height=320] News package Kindlemann incident Part 1

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Emergency response teams were on the scene in minutes and it is confirmed that Kindlemann was taken to the Royal Perth Hospital and it is confirmed that he is in good condition. Full support is being provided for his family and friends.

The Team’s main focus is the welfare of the (pilot) and we ask that his privacy be respected.

The Red Bull Air Race GmbH has pledged its full co-operation with the relevant authorities to establish why this accident occurred. Further updates will be provided.

Känguru und Koala eröffnen Red Bull Air Race Flughafen in Perth

Ungewöhnliche Zeremonie zur Eröffnung des Red Bull Air Race Flughafens am Ufer des Swan River in Perth: Vor dem zweiten Saisonrennen eröffneten am Mittwoch der westaustralische Sportminister Terry Waldron und der Chef des Red Bull Air Race, Bernd Loidl, den Flughafen – allerdings nicht nur mit Unterstützung von Titelverteidiger Paul Bonhomme aus England, Lokalmatador Matt Hall sowie den 13 weiteren Piloten, sondern mit Hilfe zweier weltweit bekannten Einwohner Australiens – einem Känguru und einem Koala.

„Als Sportminister werde ich zu vielen Sportveranstaltungen eingeladen“, erklärte Waldron den Piloten, die zum vierten Mal seit 2006 ein Rennen in Perth bestreiten werden. „Wenn es darum geht, ein Bad einzuweihen, bin ich ganz mutig und schwimme die erste Bahn. Und wenn ich einen Tennisplatz eröffne, dann spiele ich eigentlich auch den ersten Satz. Aber als man mich bat, den Red Bull Air Race Flughafen zu eröffnen, habe ich mir ernsthafte Sorgen gemacht. Ich habe ganz einfach nicht den Mut und die Courage von Euch Jungs…“, so Waldron mit trockenem Humor.

„Ich war verdammt erleichtert als ich hörte, dass es nur einen Sitzplatz in den Flugzeugen gibt. Aber dann kam mir zu Ohren, es gäbe da noch ein weiteres Flugzeug mit zwei Sitzen…“, so Waldron mit einem Grinsen und einem erleichterten Blick auf das regnerische Wetter, dem am Mittwoch alle Flüge zum Opfer fielen. „Natürlich drücke ich die Daumen für ein Superwetter am Wochenende. Aber ehrlich gesagt, bereitet mir der Regen heute noch kein Kopfzerbrechen.“ Waldron überreichte allen Piloten einen Bumerang, den es seit zehntausend Jahren in Australien gibt.

Bernd Loidl lobte Perth für sein Engagement seit Beginn der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2006 und ergänzte, dass die westaustralische Hauptstadt ein hervorragendes Beispiel dafür sei, wie ein Rennen im Herzen einer Großstadt zu einem für beide Seiten gewinnbringenden Event wird – für das Red Bull Air Race ebenso wie für den Ausrichter.

„Der Schauplatz ist einfach einmalig“, erklärte Loidl. „Perth hat einen Standard für Ausrichterstädte auf der ganzen Welt gesetzt. Die Start- und Landebahn befindet sich direkt im Stadtzentrum und auf der anderen Seite des Swan River ist der Parcours. Darüber hinaus sind die Australier für ihre Gastfreundschaft weltweit bekannt“, lobte Loidl die seit den ersten Tagen des Red Bull Air Race bestehende enge Partnerschaft mit Perth. Er dankte Waldron außerdem für die außergewöhnlichen Bemühungen der Behörden in Perth und Westaustralien, die das Rennen zu einem Lieblingsrennen für Piloten, Teams und Fans gemacht haben.

„Die Stadt in eine regelrechte Renn-Arena zu verwandeln verlangt großen Einsatz und Unterstützung sowie eine genaue Vorstellung einer Vision, die von allen beteiligten Behörden geteilt wird“, so Loidl weiter. „Also – allen ein riesengroßes Dankeschön!“

Auch der Stammes-Älteste der Nyungah, Reverend Sealin Garlett, begrüßte die Piloten. „Sie kommen in mein Land, ein sehr altes Land. Und ich als Ureinwohner dieses Landes möchte sie hier willkommen heißen. Hier ist die Heimat des Adlers und auch des schwarzen Schwans/Trauerschwans. Sie, die sie mein Land in den nächsten Tagen mit uns teilen, haben unseren Segen“, hieß Garlett die Piloten willkommen.

Lokalmatador Matt Hall, der seine Flugkarriere beim Militär 1991 in Perth begann, ist begeistert, zum ersten Mal vor heimischem Publikum zu fliegen. Hall landete als bester Rookie in der Geschichte des Red Bull Air Race 2009 auf Rang drei im Endklassement. Aber der Australier gibt auch zu, dass der Druck vor heimischer Kulisse natürlich steigt. „Ich versuche es so zu sehen: alle hoffen auf eine gute Leistung von mir und diese Energie würde ich gerne ausnutzen. Ich möchte mein Heimatland so gut wie möglich vertreten.“

„Down under“ – Unterwasser-Sicherheitstraining

„Down under under Water“ – Auch das steht beim Red Bull Air Race 2010 auf dem Kalender. Vor dem zweiten Saisonrennen im australischen Perth erhielten die Piloten mit einem speziellen Sicherheitstraining die Gelegenheit, den Notausstieg unter Wasser zu traineren.

Das sogenannte „Emergency Response and Safety Training“ für einen Notfall, den es – gottseidank – noch nie bei einem Red Bull Air Race gegeben hat, beinhaltete Rettungs- und Ausstiegsmaßnahmen unter Wasser und sollte die Piloten auf den „größten anzunehmenden Ernstfall“ vorbereiten – nach einer Wasserlandung im Flugzeug eingeschlossen zu sein.

„Ein solches Sicherheitstraining ist wirklich notwendig“, sagte der Tscheche Martin Sonka, auch wenn in der sechsjährigen Geschichte des Rennens bisher kein Pilot auch nur ansatzweise in die Nähe einer Wasserlandung kam. „Es ist eine Sache, im Notfall aus einem Flugzeug auszusteigen. Aber es ist etwas komplett anderes, wenn man sich im Wasser befindet und womöglich sogar kopfüber. Unter Wasser eingeschlossen zu sein, und dazu noch angeschnallt – das ist eine absolut neue Situation für uns. Umso wichtiger ist dieses Training, um in einem solchen Fall ruhig zu bleiben und weiterhin klar zu denken.“

Mit Sonka stimmt auch der Amerikaner Michael Goulian überein, der neben dem Training für den „Ernstfall“ vor allem wichtig findet, wie man am besten mit der aufkommenden Panik umgeht. „Was einem wirklich Angst macht ist, wenn man auf dem Kopf steht und nicht erkennen kann was passiert“, so Goulian. „Im Flugzeug sind wir daran gewöhnt, auf dem Kopf zu stehen – allerdings befinden wir uns dabei auch nicht im Wasser. Und wenn dann das Wasser hereinströmt und man kaum etwas sehen kann – das ist der Augenblick, in dem man gerne in Panik verfallen würde. Aber gerade dann geht es darum, den Weg nach draußen zu finden, checken, wo das Fenster ist und wie man am schnellsten rauskommt.“

Goulian, der froh über die Möglichkeit war, diese Extremsituation zu simulieren und zu trainieren, wie man zum Beispiel an die Sauerstoffflasche gelangt, erklärte, dass es für ihn am anstrengendsten war, dass sein Sitz auf dem Kopf stand. Und dass es für ihn beruhigend zu wissen war, dass bei jedem Red Bull Air Race-Training und jeder Rennsession trainierte Taucherteams für eventuelle Rettungseinsätze vor Ort sind und direkt eingreifen können. „Am schlimmsten ist es, wenn das Flugzeug auf dem Kopf liegt. Das Sicherheitstraining ist die beste Vorbereitung, die wir je erhalten haben. Die Anschnallgurte sind ähnlich. Es ist gut, dass die Sauerstoffflaschen dabei zum Einsatz kommen. Und es ist beruhigend zu wissen, dass die Taucher in der Nähe sind. All das gibt uns eine Menge Vertrauen.“

Eine interessante Erfahrung war das Unterwassertraining auch für den Kanadier Pete McLeod. Seine wichtigste Erkenntnis – für den Piloten ist es in einer solchen Situation am wichtigsten, Ruhe zu bewahren. „In diesem Augenblick geht soviel vor sich. Allein der Aufprall auf das Wasser ist unglaublich hart. Daher ist es wirklich gut zu wissen, wie man sich verhalten soll. Aber am wichtigsten ist es, Ruhe zu bewahren.“

Der Australier Matt Hall, früherer RAAF-Kampfpilot, hat während seiner Militärkarriere bereits einige ähnliche Trainingseinheiten absolviert und hält diese für absolut wichtig. „Solche Notfallsituationen zu trainieren bevor es wirklich einmal zum Ernstfall kommt, macht absolut Sinn. Es gibt einem Selbstvertrauen und man weiß, was man zu tun hat. Auf dem Kopf stehen ist das eine. Aber wenn gleichzeitig Wasser in die Nase läuft, ist das doch etwas völlig anderes.“

Auch Matthias Dolderer schloss sich den Meinungen der anderen Piloten an. Für den Deutschen war das Training und der Umgang mit den Sauerstoffflaschen wichtig, die alle Piloten im Flugzeug haben. „Wir mussten trainieren, an die Flaschen heranzukommen und sie zu benutzen“, so Dolderer. „Es war das erste Mal, dass ich das unter realen Bedingungen ausprobiert habe. Dafür hat es ganz gut geklappt, aber in einem Notfall ist es sicher noch etwas ganz anders. Es ist auf jeden Fall wichtig, solche Notfallsituationen zu testen und sich darauf vorzubereiten. Das kann möglicherweise lebensnotwendig sein.“

Das Red Bull Air Race wird unter strengsten Sicherheitsregeln durchgeführt und berücksichtigt dabei erdenklichen Sicherheitsaspekte, die bei einem Rennen notwendig werden können. Auch für Alejandro Maclean aus Spanien ist es wichtig, die entsprechenden Maßnahmen bei Not-Wasserungen zu beherrschen – auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein solcher Notfall eintritt. „Man ist kopfüber und völlig desorientiert, gleichzeitig muss man nach der Sauerstoffflasche greifen, atmen und handeln. Ich schätze es wäre hart, wenn einer von uns wirklich einmal einen Unfall im Wasser hätte. Und das realisiert man erst in einem solchen Sicherheitstraining. Wir alle denken ab und zu einmal an den ‚Ernstfall’. Und das müssen wir auch. Nicht, weil wir Pessimisten sind. Man muss so etwas immer auf der Rechnung haben, weil man permanent über die nächsten Schritte nachdenkt.“