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Adilson Kindlemann

Adilson Kindlemann
Adilson Kindlemann

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PILOTEN: Adilson Kindlemann
Geburtsdatum: 04.05.1973
Ort: Curitiba, Brazil
Sportarten: Red Bull Air Race

SI201003030234

Info Adilson Kindlemann

Adilson Kindlemann ist der erste Südamerikaner, der in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft startet; Südamerika ist damit nun als sechster Kontinent vertreten. Den brasilianischen Rookie mit österreichischen Wurzeln, mit 11.000 Flugstunden als Linien-Pilot und 1.200 Stunden als Kunstflieger in seinem Logbuch, zog die Renn-Serie in seinen Bann, als sie 2007 zum ersten Mal in Rio de Janeiro gastierte – damals vor über einer Million Zuschauer.

Kindlemann machte seinen ersten Flug im Alter von 15 Jahren und ist seitdem von der Fliegerei besessen. So nahm er Jobs als -Mechaniker an, während er seine Lizenz als Berufspilot absolvierte. Im Alter von 21 Jahren flog Kindlemann, der inzwischen Ehrenmitglied der brasilianischen Luftwaffe ist, im Jahr 1994 seine ersten Wettbewerbe. Zwischen 2001 und gewann er dreimal den nationalen Kunstflug-Titel in der offenen Kategorie.

Kindlemann, der lange Zeit vom ehemaligen Red Bull Air Race-Pilot Klaus Schrodt aus Deutschland trainiert wurde, ist ein Fan klassischer Musik, insbesondere von Mozart. Die Hauptziele für seine „Rookie-Saison“ lauten, so sicher und fehlerfrei wie möglich zu . Als temperamentvoller und manchmal dickköpfiger Brasilianer weiß er, dass sein „heißes Blut“ auch dazu führen könnte, nur noch aufs Tempo zu drücken. Kindlemann ist sicher, dass das Flugzeug ein wichtiger Baustein zum Erfolg ist, und hofft, dass seines schnell genug sein wird, damit er spätestens beim dritten Rennen ein klares Bild hat, wo er steht.

Der Brasilianer, der den Stil seiner Rivalen und Peter Besenyei bewundert, verfügt über eine immense Erfahrung. Er flog Dutzende verschiedener Flugzeug-Typen. Seine Karriere als Berufsflieger gab er auf, um sich voll auf Rennen zu konzentrieren. Und er gibt zu, dass er auf Wolke sieben schwebte, als er nach drei Jahren harter Arbeit erfuhr, dass er einen Startplatz in der Meisterschaft geschafft hatte. Aber er sagt auch, dass er schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, als ihm klar wurde, wie viel Arbeit noch vor ihm liege.

Das Team

Der brasilianische Rookie erhält in seiner ersten Saison Rückhalt vom Team-Koordinatorin Janaina Marinho, einem erfahrenen Medien-Profi, und von Lance Winter, einem gewieften Techniker. Winter, früher Mitarbeiter der Ex-Weltmeister Mike Mangold und , kennt sich in der Szene hervorragend aus und dürfte dem neuen Team dabei helfen können, schnell auf Touren zu kommen. Als erfahrener Flugwerk-Mechaniker verfügt er über wichtige technische Erfahrung mit der Edge 540. Er selbst ist ein lebenslustiger Mensch – also eine perfekte Wahl für das gesellige brasilianische Team.

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Kindlemann steigt erst 2011 wieder beim Red Bull Air Race ein

NEW YORK – Der brasilianische Adilson Kindlemann steigt 2010 nicht mehr in das Renngeschehen ein, sondern wird sich für den Rest des Jahres einem Trainingsprogramm unterziehen, zu dem auch ein Wettkampf bei der FAI European Unlimited Aerobatic Championship gehört. Dies teilte das -Komittee mit.

SI201003030234 Der Pilot aus Brasilien musste nach seinem Trainingsunfall Mitte April in Perth, bei dem seine MXS-R durch einen Strömungsabriss in den Swan River gedrückt wurde, pausieren. Bevor die Flügel seiner Maschine das Wasser touchierten, konnte Kindlemann sie noch rechtzeitig in die Waagerechte bringen. Das Flugzeug überschlug sich, doch glücklicherweise erlitt Kindlemann keine Verletztungen und konnte innerhalb weniger Minuten aus seiner Maschine befreit werden.

Seit diesem Vorfall setzt Kindlemann alles daran, schnell wieder in das Renngeschehen einzugreifen. Er hat inzwischen bereits 50 Prozent seines Fitness-Programms absolviert, anfangs noch mit der Hoffnung, bereits auf dem alten Kontinent bei den letzten drei Rennen der Saison 2010 wieder in die WM-Serie einzusteigen. Jetzt einigte er sich mit den Renn- Organisatoren auf eine Strategie zurück ins Red Bull Air Race. Dabei wird er bis Ende des Jahres Aerobatik-Trainingseinheiten sowie Wettbewerbe unter Wettkampfbedingungen bei der European Aerobatic Championship absolvieren. Außerdem wird er das OK durch den Medizinischen Direktor erhalten sowie On-Deck-Training und Flüge im Parcours absolvieren.

Darüber hinaus muss sich der Rookie eine neue Rennmaschine besorgen und ein neues  Team zusammenstellen. Die für die sportlichen Belange bei den Rennen zuständige Institution versicherte, dass Kindlemann 2011 beim Red Bull Air Race wieder an den Start gehen wird.

„Natürlich bin ich frustriert“, ließ Kindlemann durchblicken. „Ich habe mich auf das Projekt Red Bull Air Race drei Jahre lang intensiv vorbereitet und dann passiert mir das ausgerechnet zu Beginn meiner Karriere. Es ist wirklich nicht einfach, aber ich versuche, den Blick nach vorne zu richten und dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Es hätte jedem passieren können. Direkt von Beginn der Saison war mir klar, dass ich in meinem ersten Jahr viele Trainingseinheiten absolvieren und so viel Erfahrung wie möglich sammeln muss. Meine Pläne haben sich nicht grundsätzlich geändert. Allerdings bekomme ich derzeit mehr Gelegenheit zu trainieren, als wenn ich die Rennen mitfliegen würde…“

„Nach dem Unfall habe ich zusammen mit der Rennleitung ein Programm entwickelt, mit dem ich Schritt für Schritt wieder zur WM zurückkehren kann. Leider ging das nicht vor dem Rennen in Deutschland und daher habe ich keine Chance, dieses Jahr noch in den Circuit zurück zu kehren“, erklärte Kindlemann, der in New York das fünfte Saisonrennen verfolgte.

„Für gerade einmal zwei Rennen am Ende der Saison lohnt sich das nicht wirklich. Aber jetzt konzentriere ich mich voll und ganz aufs Training und die kommende Saison.“

Der Red Bull Air Race -Direktor Heinz Moeller freut sich bereits auf die Rückkehr Kindlemanns in der Saison 2011. „Adilsons Pläne machen Sinn und ich freue mich darauf, ihn wieder im Parcours zu sehen“, so Moeller. „Der Wettkampf ist eine wirklich ernsthafte Angelegenheit, das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen und ich bin beindruckt über seine Strategie, für sein Comeback alles noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und durchzuplanen.”

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TECHNIK-TALK – Was genau versteht man eigentlich unter einem „Strömungsabriss“?

RIO DE JANEIRO, Brasilien – Die Frage, wie der brasilianische Rookie Adilson Kindlemann beim WM-Rennen in Perth bei seinem Trainingsflug in den Swan River abstürzen konnte, wurde unter den Rennteams heiß diskutiert. Schon bald war die Formulierung „Strömungsabriss“ in aller Munde und wurde allgemein als mögliche Ursache für das aeronautische Phänomen genannt, das zum , den Kindlemann glücklicherweise ohne Verletzungen überstand, geführt hatte.

Doch für alle, denen eine solche Terminologie fremd ist, kann diese Beschreibung aus der schnell zu Missverständnissen führen. Bei allen mit Radantrieb ausgestatteten Fahrzeugen kann der Motor abgewürgt werden – wenn er aus irgendeinem Grund zu stottern beginnt und dann stehen bleibt. Die meisten haben schon einmal erlebt, dass der Fuß von der Kupplung abrutscht und dies eine direkte Auswirkung auf den Motor hat. Also ist der Begriff „abwürgen“ – oder „stall“ im Englischen – in dieser Hinsicht gut verständlich. Umgekehrt ruft aber bei denjenigen, die für gewöhnlich nicht im Cockpit von Flugzeugen sitzen, das Konzept des „Flügelabrisses“ erst einmal Kopfschütteln hervor. Also fangen wir am Anfang an: Wo genau ist der Motor nochmal … ?

LUFTSTRÖMUNG ÜBER DEN FLÜGELN

Wenn man einen Rennexperten wie den TV-Kommentator Steve Jones dazu befragt, erhält man eine gut überlegte und fundierte Erklärung, wie unterschiedlich der Druck der Luft über und unterhalb der Flügel ist – und auch, dass dieses Phänomen für die Antriebskraft des Flugzeuges verantwortlich ist. Soweit noch klar? Gut. Als nächstes erklärt Jones, dass genau dieser Luftfluss über den Flügeln abrupt unterbrochen wird, wenn man den Knüppel nur einen Hauch zu weit nach hinten zieht und die Flügel in einem zu großen Winkel anstellt – nämlich über einen kritischen Punkt hinaus.

„Das nennt man dann Strömungsabriss“, bestätigt Jones und gibt den Normal-Sterblichen unter den Motorsportfans eine sehr genaue und „benutzerfreundliche“ Erklärung. „In diesem Augenblick gibt es fast keinen Antrieb mehr und das Flugzeug stoppt. Auch der Widerstand vergrößert sich dabei. Je nach Form und Neigungsgrad der Tragfläche variiert der kritische Winkel der Flügel von Flugzeug zu Flugzeug.“

INS TRUDELN GERATEN

Für jemanden mit einer ungefähren Vorstellung aerodynamischer Vorgänge ist das kein Buch mit sieben Siegeln. Aber für alle anderen sei gesagt, dass dies mit Auftriebskraft zu tun hat und damit, die Strömung auf der oberen Fläche der Flügel aufrecht zu erhalten. Alle Flugzeuge werden in der Prototyp-Phase auf ihre besonderen „Strömungsabriss-Eigenschaften“ getestet und viele erfahrene sind schon in die Falle getappt, die in diesem Geschäft als „Abtrudeln“ bezeichnet wird. Das ist der Augenblick, wenn ein Flügel vor dem anderen einen Strömungsabriss erfährt und das Flugzeug sich wie ein riesiger, um die eigene Achse drehender Pusteblumen-Samen der Erde nähert. Auch das gehört manchmal, so unglaublich es klingt, zur obligatorischen Flugausbildung.“

Dieses Szenario ist natürlich weit entfernt von dem Adilson Kindlemanns. Aber alle Piloten sind sich bewusst, wie ungemein schwierig eine außer Kontrolle geratene Maschine sein kann. Und man kann wohl mit Sicherheit behaupten, dass der brasilianische Rookie diesen Fehler kein zweites Mal begehen wird. Rennpiloten haben ein intuitives Gefühl für diesen „Strömungsabriss“ und wenn sie in tausenden Flugstunden ihre extrem manövrierfähigen durch alle möglichen Achsen steuern, wissen sie für gewöhnlich wie man dieses Phänomen vermeidet. Unglücklicherweise verfügte Kindlemann im Parcours nicht mehr über genügend Höhe, um dem Strömungsabriss schnell genug entgegenzuwirken. Und so nahm er in Perth im wahrsten Sinne des Wortes ein etwas verfrühtes Bad.

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Rio-Traum zerplatzt: Adilson Kindlemann konzentriert sich auf Comeback in Europa

SI201003030234 Traum zerplatzt: Adilson Kindlemann hatte seit drei Jahren davon geträumt, in seiner ersten Red -Saison in seiner Heimat vor einer Millionenkulisse und seinen brasilianischen Landsleuten zu fliegen. Aber drei Wochen nach seinem Unfall in Perth, bei dem seine MXS-R zertrümmert wurde, muss er diese Pläne erst einmal auf Eis legen.

Der umgängliche Brasilianer, der beim ersten Rennen in Rio als Zuschauer vom Red-Bull-Virus infiziert wurde, überstand den ersten Unfall in der nunmehr sechsjährigen WM-Geschichte fast unverletzt. Auch Kindlemann selbst ist noch überrascht über sein Glück. Allerdings wird es etwa drei Monate dauern, bis er wieder in den Wettkampf eingreifen kann. Nicht zuletzt deshalb, weil er dazu einige Voraussetzungen erfüllen muss. Zum einen gilt es eine bestimmte Anzahl von Stunden im neuen Rennflugzeug zu absolvieren, zum anderen muss er Auflagen des Sportmedizinischen Direktors erfüllen.

„Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich in Rio nicht fliegen kann – das war drei Jahre lang mein großer Traum“, erklärt Kindlemann vor dem dritten Rennen der Saison 2010 am Wochenende. „Aber ich bin auch Realist. Weil so wenig Zeit zwischen den Rennen liegt, konnte das eigentlich auch nicht hinhauen. Aber die Freude darüber, dass ich 100 Prozent fit bin, wiegt die Enttäuschung auf. Das einzige, was ich im Fluss verloren habe, waren mein Flugzeug und meine Sonnenbrille.“

„Kaum zu glauben…“

Kindlemanns Flugzeug schlug während eines Trainingslaufs auf den Swan River in Perth auf. Es war der erste Unfall in den 45 bisherigen WM-Rennen. Er selbst erlitt nur ein leichtes Halswirbelsäulen-Schleudertrauma und wurde in einer nur wenige Minuten dauernden, bilderbuchmäßigen Rettungsaktion vom Red-Bull-Taucherteam aus dem Flugzeug befreit.

„Manchmal kann ich es noch nicht richtig glauben, dass das wirklich passiert ist“, sagt Kindlemann. Um alles besser zu verstehen hat er das Video seines Unfalls bereits mehrere Male angeschaut. Seither verbrachte Kindlemann viel Zeit bei seiner Familie in Curitiba; er schmiedet jedoch auch schon wieder Pläne für sein Comeback auf dem „alten Kontinent“ – mit den Rennen in Deutschland, Ungarn und Portugal.

„Ich muss dann wieder komplett von vorne beginnen“, erklärt Kindlemann. „Ich möchte so früh wie möglich wieder in den Rennzirkus einsteigen und deshalb in Kürze beginnen, mit dem neuen Flugzeug zu trainieren. Wir haben ein paar Optionen auf eine neue Maschine. Aber bis jetzt haben wir noch nichts festgelegt, da sind noch ein paar Meetings nötig. Es wäre super, wenn ich in den kommenden sieben bis zehn Tagen wieder mit dem Training beginnen könnte – allerdings nicht direkt in einem Rennflugzeug. Das wird noch ein wenig länger dauern. Es ist noch eine Menge Arbeit, bevor das neue Rennflugzeug wirklich fertig ist. Ich werde erst mit beginnen und später dann die ersten Renn-Manöver absolvieren. Es ist ein längerer Prozess, aber ich kann es kaum erwarten.“

Alles braucht Zeit

Kindlemann und sein Technischer Direktor Adrian Judd zeigten sich sehr beeindruckt von der MXS-R. „Es ist unglaublich“, so Kindlemann. „Ich wusste, dass das Flugzeug wirklich beanspruchbar ist. Aber wirft man einen Blick ins Cockpit, dann wird deutlich, wie stark es wirklich ist. Den Beweis dafür haben wir ja jetzt.“

Red Bull Race-Flugdirektor Heinz Möller bestätigte, dass Kindlemann – auch wenn er seine Flug-Erlaubnis zurückerhalten hat – noch ein wenig Zeit benötigt, bevor er wieder ins Geschehen einsteigt. „Die Piloten müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen und im Augenblick ist Kindlemann dabei, diese Freigabe zu erhalten“, sagt Möller. „Das braucht halt etwas Zeit. Wir rechnen damit, dass das bis Mitte des Jahres erledigt ist. Wenn dann alles ok ist, kann er wieder bei Rennen starten. Medizinisch ist alles im Plan, aber die weiteren Auflagen werden noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen.“

Kindlemann ist zuversichtlich, dass er spätestens im kommenden Jahr eine neue Chance erhält, in seiner Heimat zu starten. In Südamerikas größtem Land hat die Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft inzwischen eine unglaubliche Popularität gewonnen – und daher dürfte auch am Sonntag beim Rennen mit einer weiteren Rekordkulisse von etwa einer Million Zuschauer zu rechnen sein.

„Brasilien ist ein ganz besonderes Land, hier liegen auch die Wurzeln des Flugsports“, ergänzt Kindlemann. Er bezieht sich dabei auf Alberto Santos Dumont, einen Flugsport-Pionier, der 1906 den ersten offiziellen Flug mit einem sogenannten „Starrflieger“ – mit fixierten Flügeln – unternahm. „Die Brasilianer sind ganz heiß auf Motorsport, lieben die Formel 1, aber auch das Red Bull Air Race. Sie lieben Tempo und Emotionen. Viele Fans haben mir Nachrichten wie ‚Adi, wir stehen Dir bei‘ geschickt und geschrieben, dass sie auf meine schnelle Rückkehr zählen. Diese Renn-Location hat eine große Zukunft. Und es bleibt mein Traum, in Brasilien einmal an den Start zu gehen…“

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