„Ich kann mich bei den Fans und Zuschauern nicht oft genug bedanken“, erklärte Matthias Dolderer nach seinem siebten Platz beim Saisonabschlussrennen der Red Bull Air Race – Weltmeisterschaft 2010 auf dem EuroSpeedway Lausitz, den am Rennwochenende insgesamt 118.000 Zuschauer aufsuchten. „Das ist einfach nur cool hier. Für mich war es das erste Mal, dass ich ein Rennen über Boden geflogen bin.“
Der Allgäuer, der sich vor der Haupttribüne mit Verbeugungen bei seinen Fans bedankte, war mit seinem Lauf im Super-8-Rennen aber nicht ganz zufrieden. „Natürlich wäre ich gerne in die Final-4 geflogen. Aber dennoch war es ein geiles Rennen.“ 1:14,49 Minuten (inklusive einer Zwei-Sekunden-Strafe) bedeuteten am Ende Rang sieben. Ohne Penalty hätte es für Dolderer zu Rang fünf gereicht.
Red Bull Air Race-Rennen in einer Motorsportarena wie dem EuroSpeedway bezeichnet der 39-Jährige als die Zukunft des Sports. „Es ist alles kompakt zusammen. Das ist das Besondere.“
Im Zeitraum 7./8. August 2010 fanden auf dem Flugplatz Borowaja am Stadtrand von Minsk/Belarus die Belarus Open Helicopter Championship statt.Es wurden die FAI-Wettbewerbe geflogen.
Neben 6 weissrussischen Besatzungen,7 russischen Besatzungen,einer britischen Crew nahmen auch zwei Deutsche Hubschrauberbesatzungen teil:
Günter Zimmer/Lothar Oehler (Dinslaken/Rinteln) und Andreas Rübner/Holger Wolff (Markkleeberg/Drebkau). Günter Zimmer flog auf Einladung der Gastgeber neben anderen Piloten auch die Kür mit seiner H-500. Dies erfolgte nach den Präzisionswettbewerben am Ende der Meisterschaft. Günter Zimmer stürzte dabei aus einer Steilkurve ab, prallte auf den Boden, die Tanks explodierten und fingen Feuer. Günter Zimmer kam dabei ums Leben. Diese Aussagen greifen einer Flugunfalluntersuchung nicht vor, sie werden nach einer ersten Auswertung von Videomaterial gemacht.Die Platzherren sind zur Zeit bei der Unfallaufnahme, die Deutsche Botschaft ist vor Ort vertreten und unterstützt die deutsche Delegation gut. Unsere beiden in Flugunfalluntersuchung erfahrenen Delegationsmitglieder Wolfgang Perplies (Bad Wildungen) und Lothar Oehler wurden als Spezialisten in das Unfallaufnahmeteam aufgenommen.
Eine Beteiligung des Luftfahrtbundesamtes ist in Belarus nicht vorgesehen.
Die Untersuchungen werden von der weisrussischen Militärstaatsanwaltschaft durchgeführt, die auch für Zivilplätze zuständig ist.
Günter Zimmer war ein erfahrener Flieger, sein Flugstundenpaket beträgt ca. 4500 Flugstunden. Er war Mitglied der Deutschen Hubschraubernationalmannschaft und hat in den letzten 20 Jahren an allen markanten nationalen und internationalen Leistungsvergleichen teilgenommen.Wegen seiner grossartigen fliegerischen Bilanz wurde ihm für 2009 die sehr hochwertige Rotorcraft Gold Medal der FAI zugesprochen, die jährlich nur einmal vergeben werden kann. Die Überreichung sollte am 5.Oktober 2010 in Dublin stattfinden.Der deutsche Flugsport verliert mit Günter Zimmer einen Leistungsträger und liebenswerten Kameraden.