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Exklusives Interview mit Weltmeisterpilot Matthias Dolderer vor dem Red Bull Air Race in Russland am 15./16. Juni

2019 – KASAN

13.06.2019 Schon jetzt liegt ein arbeitsreiches Jahr hinter dem Red Bull Air Race Weltmeister von 2016, . Denn auch abseits des Wettkampfgeschehens ist Dolderer gefragt: Sei es bei Airshows, für Interviews oder sonstige Auftritte. Für uns nimmt sich Dolderer eine Auszeit von den Vorbereitungen auf das anstehende Red Bull Air Race in und erklärt, was er seit dem Saisonauftakt gemacht hat und wie er sich vor der Rückkehr auf die russische Rennstrecke fühlt. Hier gewann er vor einem Jahr die Pole-Position und den DHL Fastest Lap Award.
 
Kasan, Russland 

Matthias, es ist schon eine Weile her, dass wir dich beim Saisonauftakt im Februar fliegen gesehen haben. Wie geht es dir?
MD: Mir geht es gut, danke. Wahrscheinlich habt ihr mitbekommen, dass das Red Bull Air Race nach diesem Jahr nicht fortgesetzt wird. Das stimmt mich traurig. Ich bin aber sehr dankbar für die Chance, bei diesem Sport dabei gewesen zu sein und einige wunderbare Menschen kennengelernt zu haben. Wir alle hatten eine wirklich gute Zeit bei dem meiner Meinung nach Besten, was der Flugsport zu bieten hat. Und mit Blick auf das Rennen in Kazan fühle ich mich gut.
 
Jeder, der dir folgt, weiß, dass du deine Liebe zum Fliegen und all das, was du über Motivation und Erfolg gelernt hast, gern mit anderen teilst. Was hast du in der Pause so gemacht?
MD: Wir hatten eine Menge zu tun. Die Daimler AG hat mich zum Future of Mobility Summit eingeladen, der sehr faszinierend war. Zudem bin mit drei DTM-Fahrern geflogen, habe sie herausgefordert und ihnen gezeigt, wie sich 8G anfühlen. Dann habe ich die DTM in Hockenheim besucht. Daraus wurde ein ziemlich großer TV-Auftritt mit fast einer Million Reichweite. Darüber hinaus waren wir bei der AERO Friedrichshafen, der größten Luftfahrtmesse Europas, und hatten dort ein Meet-and-Greet mit unserem Sponsor I-CLIP. Hinzu kamen eine Vielzahl von TV- und Podcast-Interviews, Keynote-Reden und andere Auftritte. So habe ich zum Beispiel die Fernsehsendung „Kaum zu glauben!“ für den NDR aufgenommen – ich glaube sie wird im August ausgestrahlt.

Man hört, dass du eine Art Botschafter wirst. Stimmt das?
MD: Ich bin in Kontakt mit Laureus, der Organisation hinter Laureus Sport for Good, der Laureus World Sports Academy und den Laureus World Sports Awards. Ihr Ziel ist es, die Kraft des Sports zu nutzen, um die Welt ein Stück weit zu verändern. Ich hatte bereits die Möglichkeit, an einigen Laureus-Veranstaltungen teilzunehmen, und durfte, unter anderem, mit Kindern skifahren. Es war eine fantastische Erfahrung und ich freue mich auf mehr.
 
Und was ist mit dem Red Bull Air Race? Hast du Zeit gefunden, dich auf Kazan vorzubereiten?
MD: Auf jeden Fall. Was das Rennen betrifft haben wir das Rennflugzeug ein wenig perfektioniert. Ich konnte zusätzlich zu meiner üblichen mentalen und physischen Vorbereitung auch mit dem Flugzeug trainieren – das war großartig. Außerdem habe ich viele andere Fun-Sportarten gemacht, die mir helfen, fit zu bleiben. Ich steige wieder in meine Fallschirmspringerkarriere ein, trainiere im Windkanal und springe auch richtig. Ich war ziemlich viel in der Natur, Skifahren mit Freunden, und im Mai bin ich 17,5 Kilometer beim Wings for Life World Run gelaufen, einer Wohltätigkeitsveranstaltung zur Erforschung von Rückenmarks-verletzungen. Ich mixe einfach gerne mein körperliches Training.

Im vergangenen Jahr hast du in Kazan das Qualifying sowie einen von insgesamt drei DHL Fastest Lap Awards gewonnen, die die später Grundlage für den Sieg der DHL Fastest Lap Trophy 2018 waren. Was erhoffst du dir von Russland in diesem Jahr?
MD: Mir gefällt es hier. Meine schnellen Zeiten im Jahr 2018 zeigen, dass die Strecke zu mir passt. Der Fokus liegt darauf, unsere Beziehungen zu unseren Freunden und Unterstützern, zum Sport und im Team so weit wie möglich zu stärken, um die, wie ich es nennen möchte, Abschiedstour des Red Bull Air Race einzuläuten. Wir haben unseren Traum zehn Jahre lang gelebt, das können nicht viele Leute sagen! Natürlich wird jedes Rennen emotional sein, aber wir bleiben positiv und werden alles daran setzen, hier in Kazan ein gutes Ergebnis zu erzielen.

NÄCHSTE RENNEN 2019
15./16. Juni: Kazan, Russland
13./14. Juli: Balaton (Plattensee), Ungarn
7./8. September: Chiba, Japan

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Red Bull Air Race Piloten stimmen sich auf Rennen in Russland am 15./16. Juni ein

Zum dritten Mal in Folge wird die russische Sporthauptstadt am 15./16. Juni die Weltmeisterschaft begrüßen, bei der Piloten mit Hochgeschwindigkeit und nur wenige Meter über dem Wasser durch eine Rennstrecke fliegen. Die lange Pause nach dem Saisonauftakt haben die 14 internationalen Teams mit ihren Piloten intensiv genutzt, um sich optimal auf das Rennen in Russland und die weiteren Sommer-Showdowns vorzubereiten. Mit zusätzlich zwei Rennen in der Challenger Class dürfen sich Motorsportfans auf ein packendes Wochenende freuen.

Kazan, Russland

  • Seit dem ersten Rennen 2019 in haben sich die Rennteams intensiv auf das nächste Aufeinandertreffen in Kazan vorbereitet. Viele haben ihre Rennflugzeuge modifiziert und die Taktiker waren mit dem eingängigen Studium der Rennstrecke beschäftigt. Diese hatte 2017 mehr als 60 Pylonentreffer gezählt und sah im vergangenen Jahr drei Piloten auf dem Podium, die lediglich 0,181 Sekunden voneinander trennte. Die Piloten haben die Pause zum Fliegen genutzt, um fit für die G-Kräfte im Rennen zu bleiben, sowie intensiv in ihren Simulatoren trainiert.
  • Das Red Bull Air Race ist die offizielle, von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) anerkannte Weltmeisterschaft. Nur wenige Meter über dem Fluss Kazanka und vor der Kulisse des Kreml von Kazan werden die 14 Master Class Piloten in ihren Einsitzer-Rennflugzeugen Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h erreichen und müssen Kräften von bis zu 12G standhalten. Dabei manövrieren sie ihre Rennflugzeuge im Kampf gegen die Uhr durch eine technisch anspruchsvolle Rennstrecke aus luftgefüllten Pylonen, die – zur Sicherheit – spektakulär platzen, wenn sie von einem Flügel berührt werden. Auch die Nachwuchsserie, die sogenannte Challenger Class, absolviert Rennen auf der ganzen Welt. Insgesamt gehen in der Master Class und Challenger Class 26 Piloten aus 17 Ländern und sechs Kontinenten an den Start.
  • Zu den Piloten in Kazan gehören unter anderen der Weltmeister von 2017, Yoshihide Muroya (JPN), sowie der amtierende Weltmeister Martin Šonka (CZE). Ihre Rivalität ist lang und intensiv: Beim Saisonauftakt in Abu Dhabi sicherte sich Muroya den Sieg mit der Winzigkeit von 0,003 Sekunden Vorsprung vor Šonka. Der Tscheche gewann indes im vergangenen Jahr in Kazan und reist dementsprechend mit viel Selbstvertrauen nach Russland. Der US-Amerikaner Kirby Chambliss siegte 2017 in Kazan und war 2018 Dritter. Auch Michael Goulian (USA) und Pete McLeod (CAN) standen in der Vergangenheit schon auf dem Podium in der Hauptstadt von Tatarstan.
  • Das Master Class Qualifying findet am Samstag, 15. Juni 2019, statt. Der Renntag der Master Class ist für Sonntag, 16. Juni 2019, angesetzt und beginnt mit zwei K.-o.-Runden, gefolgt vom Höhepunkt des Tages, dem abschließenden Final 4.
  • Zum insgesamt dritten Stopp in Russland gehören zudem zwei Rennen in der Challenger Class, das erste am Samstag und das zweite am Sonntag. Insgesamt gehen in der Nachwuchsserie im Verlauf des Wochenendes acht Piloten an den Start: Florian Bergér (GER), Kenny Chiang (HKG), Kevin Coleman (USA), Patrick Davidson (RSA), Sammy Mason (USA), Daniel Ryfa (SWE), Patrick Strasser (AUT) und Baptiste Vignes (FRA).

Sei live dabei: Tickets für die Rückkehr des Red Bull Air Race nach Kazan in Russland am 15./16. Juni 2019 sind nach wie vor erhältlich. Ticket-Informationen und Neuigkeiten zum Red Bull Air Race gibt es unter www.redbullairrace.com.

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NÄCHSTE RENNEN 2019
15./16. Juni: Kazan, Russland
13./14. Juli: Balaton (Plattensee), Ungarn
7./8. September: Chiba, Japan

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Red Bull Air Race wird nach der Saison 2019 nicht fortgesetzt

Red Bull hat beschlossen, die Weltmeisterschaft nach der Saison 2019 nicht weiter fortzusetzen. Die verbleibenden Rennen in diesem Jahr sind: (Russland, 15./16. Juni), Balaton (Ungarn, 13./14. Juli) und Chiba (Japan, 7./8. September).

Seit dem Debüt des Red Bull Air Race 2003 haben mehr als 90 Rennen stattgefunden. Dies hat den weltweit außergewöhnlichsten Piloten die einzigartige Möglichkeit beschert, Wettkämpfe mit extremen Manövern in geringer Höhe und mit hohem Tempo zu bestreiten. Das Red Bull Air Race hat Sportunterhaltung von höchster Qualität geboten, konnte aber im Gegensatz zu vielen anderen Red Bull Veranstaltungen auf der ganzen Welt das öffentliche Interesse nicht richtig wecken.

Red Bull dankt den Piloten, ihren Teams, Partnern, den Austragungsorten sowie den Red Bull Mitarbeitern für alles, was sie getan haben, damit diese unterhaltsamen und unvergesslichen Events Wirklichkeit werden konnten.

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Red Bull Air Race Saisonauftakt in Abu Dhabi: Dolderer frustriert nach erneuter Strafe


Das hatte er sich mit Sicherheit anders vorgestellt: Eine erneute Strafe machte dem deutschen Piloten einmal mehr einen Strich durch die Rechnung. Beim Saisonauftakt der Weltmeisterschaft 2019 in schied der Weltmeister von 2016 gegen den Franzosen Mika Brageot in der Round of 14 aus und wurde Elfter. „Das geht so schnell, aber dass es jetzt schon wieder passiert, ist frustrierend“, so der 48-Jährige. Den Sieg vor 50.000 Zuschauern am Rennwochende an der berühmten Corniche von Abu Dhabisicherte sich mit der Winzigkeit von 0,003 Sekunden Vorsprung derWeltmeister von 2017, Yoshihide Muroya aus Japan.

Abu Dhabi, UAE – Sichtlich enttäuscht war Matthias Dolderer nach seinem frühen Aus und Rang elf bei der ersten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2019 in Abu Dhabi. „Das geht so schnell, aber dass es jetzt schon wieder passiert, ist frustrierend. Die Zeit war aber auch so zu langsam, vielleicht haben wir ein falsches Gemisch eingestellt“, so der Deutsche, der als bislang einziger Pilot in der Geschichte des Sports den WM-Titel bereits vor dem Saisonfinale sichern konnte und zweimal die DHL Fastest Lap Trophy gewann. Der Weltmeister von 2016 haderte schon die ganze Woche: „Das war sehr holprig hier mit dem neuen Regelwerk, insbesondere mit der neuen 11G-Regel. Aber ich bin immer zuversichtlich und will beim nächsten Mal fehlerfrei fliegen. Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren.“

Yoshihide Muroya of Japan (C) celebrates with Martin Sonka of the Czech Republic (L) and Michael Goulian of the United States (R) during the Award Ceremony at the first round of the at Abu Dhabi, United Arab Emirates on February 9, 2019. // Joerg Mitter / Red Bull Content Pool // AP-1YCW5CUM51W11 // Usage for editorial use only // Please go to www.redbullcontentpool.com for further information. //

Den ersten Sieg der 2019 Saison sicherte sich Yoshihide Muroya. Der Japaner verwies im Final 4 in 53,780 Sekunden Weltmeister Martin Sonka aus der Tschechischen Republik mit einem Vorsprung von nur 0,003 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde der WM-Dritte von 2018, Michael Goulian aus den USA (54,009). Muroya hatte bereits das Qualifying am Samstag gewonnen, bei dem in dieser Saison erstmals seit 2010 wieder WM-Punkte vergeben werden, und führt somit mit der maximal möglichen Punktzahl von 28 (25 für den Rennsieg und 3 für den Sieg im Qualifying) das WM-Gesamtranking vor Sonka (22) und Goulian (21) an. Dolderer belegt mit drei Zählern Platz elf.

Deutscher Florian Bergér holt zweiten Sieg in Abu Dhabi

In der Nachwuchsserie des Red Bull Air Race, der Challenger Class, hat der Deutsche Florian Bergér seine Siegesreihe fortgesetzt und zum zweiten Mal in Abu Dhabi gewonnen. In 57,728 Sekunden verwies der Münchner die Französin Mélanie Astles (58,074) sowie Kevin Coleman aus den USA (58,411) auf die Plätze. Damit setzte sich der zweimalige Champion auch an die Spitze der Gesamtwertung im Challenger Cup.

Nach dem fulminanten Start der Saison 2019 reisen die Piloten des Red Bull Air Race für das zweite Rennen weiter nach Europa. Ort und Termin des nächsten Stopps werden in Kürze bekanntgegeben. Ticket-Informationen und aktuelle Neuigkeiten zum Red Bull Air Race gibt es unter: www.redbullairrace.com.

Ergebnisse Rennen Abu Dhabi: 1. Yoshihide Muroya (JPN), 2. Martin Sonka (CZE), 3. Michael Goulian (USA), 4. Nicolas Ivanoff (FRA), 5. Matt Hall (AUS), 6. Juan Velarde (ESP), 7. Mika Brageot (FRA), 8. Kirby Chambliss (USA), 9. Pete McLeod (CAN), 10. Petr Kopfstein (CZE), 11. Matthias Dolderer (GER), 12. François Le Vot (FRA), 13. Ben Murphy (GBR), 14. Cristian Bolton (CHI)

WM-Ranking (nach 1 von 8 Rennen):1. Yoshihide Muroya (JPN) 28, 2. Martin Sonka (CZE) 22, 3. Michael Goulian (USA) 21, 4. Nicolas Ivanoff (FRA) 18, 5. Matt Hall (AUS) 14, 6. Juan Velarde (ESP) 13, 7. Mika Brageot (FRA) 12, 8. Kirby Chambliss (USA) 11, 9. Pete McLeod (CAN) 5, 10. Petr Kopfstein (CZE) 4, 11. Matthias Dolderer (GER) 3, 12. François Le Vot (FRA) 2, 13. Ben Murphy (GBR) 1, 14. Cristian Bolton (CHI) 0

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Red Bull Air Race: Rennkalender 2019 bekanntgegeben

Acht atemberaubende Austragungsorte sind 2019 Kulisse für die Weltmeisterschaft – angefangen von einem traditionellen Favoriten unter Fans und Piloten bis hin zum großen Finale in einer brandneuen Kulisse. Am 8./9. Februar 2019 laufen die Motoren zum ersten Mal an.

Salzburg (Österreich) – 14 der weltbesten Air Race Piloten, darunter auch der amtierende Weltmeister Martin Sonka aus der Tschechischen Republik, starten beim Saisonauftakt am 8./9. Februar in in den Vereinigten Arabischen Emiraten in den WM-Titelkampf, ehe sie im Anschluss weiter nach Europa ziehen. Der Austragungsort für den zweiten Stopp im Frühjahr wird zeitnah bekanntgegeben.

Gastgeber des dritten Rennens ist erneut die Sporthauptstadt Russlands. In fliegen die Piloten mit bis zu 370 km/h zum dritten Mal in Folge vor der spektakulären Kulisse des Weltkulturerbes Kreml. Es folgt der Sommer-Klassiker in Budapest, Ungarn, wo die 25 Meter hohen Air Gates einmal mehr auf der Donau errichtet werden. Im September kommen die motorsportbegeisterten japanischen Fans in Chiba auf ihre Kosten. Anschließend bleibt das Red Bull Air Race in Asien. Der genaue Ort des sechsten Rennens der Saison wird in Kürze publiziert.

Auf intensive Duelle dürfen sich die Fans beim vorletzten Stopp der Saison auf dem Indianapolis Motor Speedway freuen, wenn die Piloten darum kämpfen, ihren Namen in der Siegerliste auf der weltberühmten Rennstrecke zu verewigen. Nicht zuletzt geht es beim Stopp in den USA zudem um wichtige Punkte im finalen Kampf um die WM-Krone.

Der ultimative Showdown mit der Krönung des neuen Weltmeisters findet schließlich beim ersten Red Bull Air Race überhaupt in Saudi-Arabien statt.

Red Bull Air Race Kalender 2019
8./9. Februar: Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
TBA: Europa
15./16. Juni: Kazan, Russland
13./14. Juli: Budapest, Ungarn
7./8. September: Chiba, Japan
TBA: Asien
19./20. Oktober: Indianapolis, USA
8./9. November: Saudi-Arabien

Ticket-Informationen und aktuelle Neuigkeiten zum Red Bull Air Race gibt es unter: www.redbullairrace.com.

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