Red Bull Flugtag Mainz 28.05.2012

Der Traum vom Fliegen zum Selbermachen

Fliegende Untertassen, tanzende Trompeten und Waschmaschinen im Sturzflug: Am 28. Mai kommt der wieder nach Deutschland und macht den Zollhafen zum spektakulären Landeplatz für die witzigsten Fluggeräte des Landes. Doch bevor es soweit ist, heißt es: Hobby-Piloten aufgepasst! Der Rote Bulle sucht für den Traditionsevent waschechte Flugkapitäne und bastelsichere Crewmitglieder ab 16 Jahren, die ihren Traum vom Fliegen wahr werden lassen wollen. Bis zum 11. März können sich Teams um eine Starterlaubnis bewerben. Alle Informationen und Teilnahmebedingungen hier auf der Website.

Eine sechs Meter hohe Rampe und das Rheinwasser im Zollhafen Mainz als Landebahn: Am 28. Mai gibt’s für 40 Hobbypiloten die Lizenz zum Abheben! Für den Red Bull Flugtag 2012 können sich ab sofort Flugkapitäne aus ganz Deutschland bewerben. Sie registrieren sich hier auf der Website und erhalten eine Infobox mit allen Bewerbungsunterlagen. Jedes Team erstellt eine Skizze von seinem Flugobjekt und ein einminütiges Video, in dem Teammitglieder und ihre kreative Crew-Verkleidungen vorgestellt werden. Ob fliegender Fisch oder tanzende Trompete – je origineller die Idee, desto größer ist die Chance dabei zu sein. Am 19. März startet dann die einwöchige Webvoting-Show, in der ganz Deutschland die Teams mit den originellsten Flugobjekten voten kann. 80 Teams schaffen es in die Show. Die 40 Teams mit den meisten Stimmen erhalten schließlich die Starterlaubnis für ihren Jungfernflug.

In Deutschland findet der Zuschauermagnet nach Zwischenlandungen in Berlin, Hamburg und zuletzt 2006 in Köln jetzt zum siebten Mal statt. Insgesamt wurden bereits über 100 Red Bull Flugtage vor Ort ausgeflogen, u. a. in Los Angeles, Johannesburg, Sydney oder Hongkong. „Wir freuen uns, dass sich Mainz in diese Reihe von großartigen Austragungsorten einreihen darf“, so der Bürgermeister der Stadt Mainz, Günter Beck. „Gleichzeitig sind wir uns sicher, dass wir gerade wegen unserer Fastnachtstradition die perfekten Gastgeber für diese witzige, selbstironische Veranstaltung sind. Mich persönlich würde es nicht wundern, aber sehr freuen, wenn der Sieger des Red Bull Flugtages aus Mainz kommt.“ Spannend wird nicht nur, wer der erfolgreichste Kapitän am Pfingstmontag sein wird, sondern auch, wie weit die Teams tatsächlich fliegen. Vielleicht gelingt in Mainz ja sogar ein neuer Weiten-Weltrekord – der steht momentan bei 63,09 Meter und wurde 2010 beim Red Bull Flugtag in Minneapolis (USA) aufgestellt …

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Ergebnis Red Bull Flugtag Mainz 2012
Ergebnis Red Bull Flugtag Mainz 2012

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Red Bull Stratos: Hochdruckanzug und Helm

Felix Baumgartners individuelles Lebenserhaltungssystem besteht aus einem Volldruckanzug samt Helm. Wenn er erst einmal abgesprungen ist, ist dieses System sein einziger Schutz, bis er die sichere untere Atmosphäre erreicht.

VOLLDRUCKANZUG

Felix muss einen kontrollierten freien Fall durchführen, um sicher zur Erde zurückzukehren. Volldruck-Raumanzüge sind bisher noch nie auf solche Anforderungen getestet worden. Der Beweis, dass ein Volldruckanzug einer derartigen Beanspruchung Stand hält, wäre für die Forschung im Bereich der Raumfahrtsicherheit enorm wichtig.

  • Der Anzug ist so konstruiert, dass er bei Temperaturen von +38°C bis -68°C Schutz bietet.
  • Wenn der Anzug mit einem Druck von 0,24 Bar versehen ist (der ungefähre atmosphärische Druck in 10.670 Metern), kann er Symptome der Dekompressionskrankheit („Bends“) verhindern.
  • Oberhalb von ungefähr 18.900 Metern könnte die Flüssigkeit in Felix‘ Körpergewebe gasförmig werden und sich gefährlich ausdehnen. Dieser Zustand nennt sich Ebullismus. Um das zu vermeiden, wird der Anzug rund um seinen Körper den nötigen Druck aufrecht erhalten.
  • Der Anzug von Felix ist Anzügen nachempfunden, die Piloten bei Aufklärungsflügen in extremen Höhen verwendet haben. Er ist maßangefertigt und wurde in Hinsicht auf die Anforderungen optimiert.
  • Skydiver sind auf die Anwendung verschiedener Körperstellungen und gute Sicht angewiesen. Ein aufgeblasener Druckanzug samt Helm schränkt jedoch die Bewegungsfreiheit und das Blickfeld ein. Mit einigen Modifizierungen, inklusive Spiegel und mehr Beweglichkeit, könnte der Red-Bull-Stratos-Anzug als Prototyp für Volldruckanzüge der nächsten Generation dienen.
  • Die Außenseite ist aus einem Material hergestellt, das sowohl feuerfest ist, als auch vor extremer Kälte schützt.
  • Der „Controller” ist das „Gehirn“ des Anzuges. Dieser extrem zuverlässige Mechanismus ist nur so groß wie ein Hockey-Puck und regelt den Druck in verschiedenen Höhen automatisch.
  • In der Kapsel wird ein Entlüftungsschlauch den Anzug je nach Notwendigkeit mit warmer oder kühler Luft versorgen. Während des langen Aufstieges wird warme Luft Felix vor gefährlicher Unterkühlung bewahren. Kühle Luft verhindert Schweiß, der das Visier beschlagen kann.
  • Der Anzug ist durch einen dreh- und verschließbaren Halsring direkt mit dem Helm verbunden. Die Handschuhe sind mit einem ähnlichen Verschluss ausgestattet. Diese Ringverschlüsse können auch unter Druck leicht bedient werden.

 

DRUCKHELM UND VISIER

Das Gehäuse des Helmes ist aus verschiedenen Materialien hergestellt, die das Gewicht auf ein Minimum reduzieren (ungefähr 3,6 Kilogramm). Trotzdem ist der Helm äußerst
widerstandsfähig.

  • Das Visier ist vor allem im kritischen Sichtfeld frei von Verzerrungen, weil eine gute Sicht sowohl in der Kapsel als auch für die Orientierung während des Fluges und bei der Landung wichtig ist.
  • Der Sauerstoffregler des Helmes versorgt Felix mit 100 Prozent Sauerstoff. Damit kann er von verschiedenen Quellen Sauerstoff beziehen (einer Quelle für flüssigen Sauerstoff am Boden vor dem Start, vom System mit flüssigem Sauerstoff an Bord der Kapsel und von einem Paar Hochdruckflaschen mit gasförmigem Sauerstoff während des Abstieges im freien Fall).
  • Ein Sonnenschutz ist so über dem Visier angebracht, dass Felix ihn flexibel einstellen kann.
  • Das Visier verfügt über eine integrierte Heizung, um Beschlagen und Vereisen zu verhindern.
  • In den Helm und im Visier sind einige redundante (Backup)Systeme eingebaut. Ein Mechanismus im Visier bewirkt zum Beispiel, dass es nur mit zwei unterschiedlichen Handgriffen geöffnet werden kann. Diese Schutzmaßnahme verhindert unbeabsichtigtes Öffnen, das einen Druckabfall im Anzug zur Folge hätte.
  • Für den Kontakt zur Kommando-Zentrale ist der Helm mit einem Mikrofon und Kopfhörern ausgestattet.
  • Durch einen gut abgedichteten Anschluss kann sich Felix mit Trinkwasser versorgen.

ZUSÄTZLICHE INFORMATION

Wie viele Druckanzüge wurden für die Mission hergestellt?
Ein Prototyp und zwei Produktions-Anzüge.
Wer hat den Red-Bull-Stratos-Volldruckanzug gebaut?
Die David Clark Company hat den Anzug produziert. Seit 1941 leistet die David Clark Company auf dem Gebiet der Konstruktion von Schutzausrüstung von Luft- und Raum-Crews
Pionierarbeit und ist federführend in der Entwicklung, bei Tests, bei der Auswertung und in der Produktion. Die Produkte reichen von Anti-G-Anzügen bis hin zu Raumanzügen und
Zusatzausrüstung.
Weitere Informationen sind unter www.davidclark.com zu finden.
Wer ist sonst noch in die Anpassung, in Tests und in die Produktion des Red-Bull-Stratos-Volldruckanzuges involviert?
Die Red-Bull-Stratos-Teammitglieder, die für die Kapsel, die Fallschirme sowie für die Kameras und Kommunikationssysteme zuständig sind, arbeiten eng mit der Anzug-Crew zusammen. So ist gewährleistet, dass deren Systeme optimal mit dem Anzug verbunden sind. Die Koordination dieser Teams hat der Red-Bull-Stratos-Techniker für lebenserhaltende Maßnahmen, Mike Todd, übernommen. Mike hat fast 30 Jahre lang bei Lockheed in der Abteilung „Skunk Works“ für lebenserhaltende Maßnahmen und Druckanzüge gearbeitet. Außerdem hat er die Druckanzüge für das rekordbrechende Perlan-Glider-Projekt von Steve Fossett angepasst. Riedel Communications stellt die Funkgeräte für die Kapsel und jene für die Kommunikation, die Felix während des Fluges bei sich trägt, zur Verfügung.

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Fünf Skydiver bilden eine Formation mit zwei Segelflugzeugen: Schier Unmögliches ist dem und dem -Segelflugteam in Niederöblarn gelungen! Hier das Video.

 

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ServusTV: Die Bergretter im Himalaya

ServusTV

Einsatz in eisigen Höhen

Bisher hatte es niemand gewagt, bis in Höhen von über 7000 Metern durchzuführen, weil sie schlicht als zu gefährlich galten. Dies sollte sich ändern, als die gemeinsam mit den Piloten von Fishtail Air aus Nepal vor zwei Jahren mit dem Aufbau einer Rettungsstation im Himalaya begann. Start der dreiteiligen Dokumentation ist am 27. Dezember, 20:15 Uhr bei SeruvTV.

Als der Pilot Gerold Biner von der Air Zermatt und der Rettungsspezialist Bruno Jelk im Frühling 2010 in Katmandu landeten, wussten sie nicht, was auf sie zukommen würde. Ihr Ziel war und ist es, gemeinsam mit einem Team der nepalesischen Helikopterfirma Fishtail Air eine Rettungsstation im Himalaya aufzubauen. Dazu müssen sie in Höhen fliegen, in die sich bisher niemand gewagt hat.
Ihre Eurocopter B3 sind nur bis 7000 Meter zugelassen. Die Winde und die Höhenluft machen solche Einsätze unberechenbar. Der Helikopter kann wegen der dünnen Luft nicht mehr schweben, und die Piloten und Bergretter müssen mit Sauerstoff ausgerüstet sein, sonst drohen Ohnmacht und Tod.

„It will not be easy – es wird nicht leicht sein“, meint der Zermatter Gerold Biner beeindruckt und auch nachdenklich, als er von seinem ersten Testflug auf 7000 Metern mit seinem nepalesischen Kollegen Sabin Basnyat zurückkommt. Doch dieser Testflug zeigt, dass Rettungsaktionen in eisigen Höhen unter bestimmten Bedingungen möglich sind.

Im Sommer 2010 holen die Zermatter den Piloten Sabin Basnyat sowie zwei seiner nepalesischen Kollegen in die Schweiz, um sie weiter auszubilden. Die Air Zermatt hat über vierzig Jahre Erfahrung im alpinen Rettungswesen. Sie will dazu beitragen, dass in Zukunft die Nepalesen die Rettungsstation selber betreiben und von den Erfahrungen der Zermatter profitieren können.

Doch dann geschieht etwas, von dem alle hofften, dass es nie eintritt. Sabin Basnyat und sein Kollege Purna Awale verunglücken bei eine Rettungsaktion an der 6856 Meter hohen Ama Dablam in der Khumbu-Region tödlich. Plötzlich ist das ganze Projekt in Frage gestellt.

Tod an der Ama Dablam (1/3)
Sendetermine: 27. Dezember 20:15 | 28. Dezember 1:00 | 1. Jänner 11:00
Freitag | 23.03.12 | 22:15 Uhr

Rettung im Himalaya – Teil 1 Freitag | 18.05.12 | 21:15 Uhr

Einsatz am Everest (2/3)
Sendetermine: 27. Dezember 21:50 | 28. Dezember 1:55 | 1. Jänner 12:00
Freitag | 30.03.12 | 22:15 Uhr

Rettung im Himalaya – Teil 2 Freitag | 25.05.12 | 21:15 Uhr

  • Rettung im Himalaya – Teil 2
  • Montag | Sendung vom 28.05.12 | 17:55 Uhr

Rettung am Manaslu (3/3)
Sendetermine: 30. Dezember 20:15 | 31. Dezember 0:25 | 1. Jänner 13:00 |
3. Jänner 0:10
Freitag | 06.04.12 | 22:15 Uhr

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Fotos: BaWü Airgames Oppenau 26.05. – 27.05.2012

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BaWü Airgames 27.05.2012, Foto © 1dfh.de

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