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Showdown auf dem EuroSpeedway in Deutschland: WM-Titel für Bonhomme oder Arch ?

101920513DM075_Paul_Bonhomm LAUSITZ, Deutschland – Am 7./8. August kommt es auf dem EuroSpeedway Lausitz in Deutschland zum großen „Showdown“ zwischen Titelverteidiger aus Großbritannien und seinen beiden schärfsten Konkurrenten Hannes Arch (Österreich) und Landsmann Nigel Lamb, wenn beim letzten Saisonrennen der -Saison 2010 der neue Weltmeister gekürt wird. Das Rennen über dem Motorsport-Zentrum ist bereits das 50. seit der Premiere der Red Bull Air Race-Serie im Jahr . Dieses Jubiläum wird gleichzeitig mit dem 10-jährigen Bestehen des EuroSpeedway gefeiert, das die größte und modernste Zuschauertribüne im europäischen Motorsport bietet. Vor heimischem Publikum will der deutsche Pilot Matthias Dolderer dabei in seiner nagelneuen Edge 540 V3 die Saison natürlich mit einem guten Ergebnis abschließen.

“Das wird eine ganz besondere Erfahrung, vor heimischer Kulisse zu fliegen“, erklärte Dolderer. Seinen ersten Podiumsplatz errang der Tannheimer im vergangenen Jahr beim Rennen in und hofft jetzt auf eine „Wiederholung“ vor den Augen seiner deutschen Fans. Mit dem Rennen auf dem EuroSpeedway ist Deutschland bereits zum zweiten Mal Gastgeber des Red Bull Air Race – das erste Rennen wurde 2006 auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof ausgetragen. Der Event auf dem EuroSpeedway ist gleichzeitig ein weiterer Meilenstein, denn zum ersten Mal in der Geschichte des Red Bull Air Race wird ein Rennen über einem Motorsport-Circuit ausgetragen. „Die Deutschen sind ganz versessen, wenn es um Motorsport geht. Und das Red Bull Air Race hat in den vergangenen Jahren enorm an Popularität gewonnen“, erklärte Dolderer. Natürlich haben die Übertragungen im deutschen Privatsender RTL dabei eine große Rolle gespielt. „Die gesamte Lausitz ist geprägt vom Motorsport und ich bin sicher, dass wir von einer unglaublich großen Zuschauermenge angefeuert werden.“

Auch der Rookie Martin Sonka (Tschechische Republik) hofft darauf, dass viele seiner Fans den kurzen Weg über die Grenze zum EuroSpeedway in die Lausitz finden werden. Den Zuschauern bietet sich dort ein einzigartiger Blick auf das Renngeschehen, die Boxengasse sowie die Hangars der 14 Piloten, die direkt vor der Zuschauertribüne aufgebaut werden. Bei den anderen Rennen der WM-Serie befindet sich der Race Airport normalerweise in einiger Entfernung zur Rennstrecke.

Nach den Stopps in Abu Dhabi, Perth, Rio de Janeiro, Windsor (Kanada) und dem historischen Rennen in New York – das von Fox Sports in den erstmalig live übertragen wurde – hatten sich Bonhomme, Arch, Dolderer & Co. auf die noch drei verbleibenden Saisonrennen auf dem alten Kontinent gefreut. Aber die Rennen in Budapest – Verzögerungen bei den Genehmigungen – und Portugal – hier kam es zu unvorhersehbaren Verzögerungen in Bezug auf ein überarbeitetes Städteabkommen – mussten abgesagt werden. Damit wird also der Weltmeister des Red Bull Air Race 2010 nach nunmehr sechs Saisonrennen in der Lausitz gekürt. In der vorangegangenen Saison umfasste die WM-Serie ebenfalls sechs Rennen.

“Es wird alles wie immer ablaufen”, so Bonhomme, der seinen ganzen Fokus auf das große Ziel, den WM-Titel, gerichtet hat. Der Brite hatte das Auftaktrennen der Saison in Abu Dhabi für sich entschieden, musste danach aber zusehen, wie sein schärfster Konkurrent, Hannes Arch aus Östereich, die nächsten drei Rennen gewann und damit sein Vorsprung auf gerade einmal einen einzigen Punkt vor dem großen Duell in New York zusammen geschrumpft war. Bonhomme behielt jedoch im „big apple“ einen kühlen Kopf: Nachdem Arch mit seiner deutlich schnelleren Maschine im Final 4 einen Pylonen touchierte und dafür eine 6-Sekunden-Strafe erhielt, ließ sich der Brite den Sieg nicht mehr nehmen und baute seinen Vorsprung damit auf wieder fünf Punkte aus. Kleines Gedankenspiel am Rande: Hätte Arch einen fehlerfreien Lauf hingelegt, läge der Österreicher jetzt einen Punkt vor dem Briten. Damit heißt es für Arch in Deutschland jetzt nur noch „Vollgas!“ Sein Ziel ist es, Bonhomme unter enormen Druck zu setzen, die maximal mögliche Punktzahl von 13 Zählern herauszuholen (ein Punkt für die schnellste Zeit in der Qualifikation sowie zwölf für den Sieg) – und vielleicht auf einen Fehler des Titelverteidigers zu hoffen. Bonhomme führt das Gesamtklassement derzeit mit 53 Punkten vor Arch (48) und Lamb (47) an.

“Von mir gibt es keinen Kommentar. Nur das eine – wir werden schon sehen, was passiert”, so Bonhomme, als er danach gefragt wurde, ob sein fünf-Punkte-Vorsprung ihn vor Arch über die Zielgerade retten würde. Arch dagegen ist davon überzeugt, den Briten noch abfangen zu können. Weiß der Österreicher doch die Geschichte auf seiner Seite: Seit der US-Pilot Kirby Chambliss die WM-Serie vom ersten bis zum letzten Rennen der Saison 2006 anführte, hat kein zweiter Pilot mehr dieses Kunststück vollbracht. Bonhomme hat in der Vergangenheit bereits zwei Mal – 2007 und 2008 – einen Vorsprung kurz vor Saisonende eingebüßt, konnte dann aber im vergangenen Jahr den Spieß umdrehen und den führenden Hannes Arch seinerseits am Ende der Saison noch abfangen.

“Ich will auf den ersten Platz. Der zweite Rang interessiert mich nicht“, so Arch. „Der WM-Titel ist immer noch in greifbarer Nähe.“

Die Zuschauer auf den Tribünen des EuroSpeedway können am 7./8. August einen einzigartigen Blick genießen – sie erleben hautnah, wie sich die Piloten vorbereiten, können sogar die Start- und Landevorgänge auf dem Runway genauestens beobachten. Während die meisten Red Bull Air Race-Rennen über Flüssen, Seen oder entlang von Meeresküsten stattfinden, gab es gerade einmal eine Handvoll Rennen, die über Land ausgetragen wurden. Dazu gehören Longleat (Großbritannien), Berlin, das Monument Valley (USA) sowie Interlaken (Schweiz) im Jahr 2007.

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Hannes Arch: So werde ich doch noch Weltmeister

hat nur noch eine Chance, sich zum König der Red World Series 2010 zu krönen: Er muss die letzten zwei Rennen in Lausitz und Budapest gewinnen.

101920513MT109_Hannes_Arch_ Das österreichische Ass flog selten so stark wie in dieser Saison und ist deswegen positiv gestimmt: „Ich möchte Erster sein und nicht Zweiter“, sagt Arch vor dem Air Race im deutschen Lausitz. „Ich denke, dass ich die letzten beiden Rennen gewinnen kann und weiß, was zu tun ist, um der Schnellste zu sein. Wenn mental alles stimmt, kann ich ganz oben sein. Es ist alles da: Das Team, das Flugzeug und die Erfahrung – die Weltmeisterschaft ist auf jeden Fall noch in Reichweite.“

Arch ist im Moment mit 48 Punkten Zweiter in der Gesamtwertung – fünf Punkte hinter dem Briten Paul Bonhomme. Wenn es Arch gelingt, die letzten beiden Rennen zu gewinnen und zumindest einen der zwei Bonuspunkte für das schnellste Qualifying zu holen, wäre er der neue   Weltmeister der Red Bull Air Race Series – selbst dann, wenn Paul Bonhomme jeweils den zweiten Rang belegen würde.

„Paul hat schon früher Fehler gemacht“, sagt Arch im Hinblick auf Bonhommes Trudeln 2008, als er nur Siebenter in und Zehnter in Porto wurde.

Der europäische Teil der Tour lag Arch auch in den letzten beiden Jahren. Ganz im Gegensatz zu Bonhomme, der sich gerade hier traditionell schwer tut. Und Arch weiß auch, dass seit Kirby Chambliss im Jahr 2006 niemand von Anfang  bis Ende in der Punktewertung ganz oben stand. Bonhomme verlor die Führung und 2008, Arch passierte das Gleiche 2009.

Und noch was spricht für Arch: 2008 gewann er die WM in einer fulminanten Aufholjagd und überholte am Ende der Saison Bonhomme. „Ich versuche, mehr Druck auf Paul aufzubauen. So ist das Spiel nun mal. Im Moment sieht es so aus, als könne er damit umgehen, aber warten wir mal ab“, so Arch.

Die Red Bull Air Race World Series 2010 begannen für Arch nicht wirklich optimal – in musste er sich mit Rang 11 begnügen. Aber mit neu getanktem Selbstvertrauen gewann er darauf die nächsten drei Rennen: Perth, Rio und Windsor.

Bonhomme als Jagdobjekt

In New York hatte Arch zu Beginn noch den Punkt für das schnellste Qualifying geholt, womit Bonhommes Führung auf einen einzigen Punkt schrumpfte. Im Rennen selbst bekam Arch aber eine Sechs-Sekunden-Strafe, weil er eine der Pylonen beschädigt hatte. Sicher ist: Hätte Arch die Pylone nicht getroffen, hätte er das Rennen gewonnen und die 12 Punkte für den ersten Platz bekommen. Nun liegt er fünf Punkte hinter Bonhomme, anstatt elf vor ihm.

„Das gehört alles zur Entwicklung als Sportler dazu“, erklärt Arch. „2008 habe ich die Meisterschaft nicht nur wegen meiner Erfahrung gewonnen, sondern auch, weil mir Paul mit seinen Fehlern geholfen hat. Letztes Jahr hatte ich das Potential zu gewinnen, konnte aber mit dem Druck nicht umgehen. Dieses Jahr habe ich den Anfang versaut und jage nun Paul. Der Druck ist aber weg. In diesem Jahr geht es nur um die pure Lust am Fliegen.“

Außerdem ganz hilfreich: Arch weiß, dass seine Edge 540 V3 das wahrscheinlich schnellste und kraftvollste Flugzeug im Feld ist.

Noch ausstehende Rennen:

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US-Techniker Kelley Brow soll Matthias Dolderer in New York zu Erfolg verhelfen

NEW YORK – Mit seiner nagelneuen, strahlend weißen Edge 540 V3 ist der deutsche Pilot fest entschlossen, aus dem „Mittelfeld“ der Red Bull Air Race- Weltmeisterschaft abzuheben und in der zweiten Hälfte der Saison endlich den Anschluss an die Spitze zu finden. Derzeit auf dem neunten Platz der Gesamtwertung, setzt Dolderer sein ganzes Vertrauen in seinen Techniker Kelley Brow. Er ist die treibende Kraft des Teams mit seiner offensiven Einstellung in Bezug auf mehr Motorenstärke und mehr Leistung der Rennmaschine. Brow ist der einzige Amerikaner im ansonsten „europäisch angehauchten“ Dolderer-Team. Beim Rennen in New York könnte deshalb die Loyalität der US-Fans auf die Probe gestellt werden, sollte der Deutsche in New York wirklich erfolgreich sein.

101920513DM173_Matthias_Dol Brow, der zuvor bei Kirby Chambliss, dem Weltmeister 2006, unter Vertrag stand, hat sich seine Sporen im Renn-Zirkus verdient. All sein dabei hart erarbeitetes Wissen kommt jetzt dem ambitionierten Team des Deutschen zu Gute. arbeitete Brow auch für den Österreicher Hannes Arch, musste jedoch nach der Hälfte der Saison zurück in die , um die Restaurierung eines Flugzeuges zu Ende zu bringen. Doch dann wurde er 2009 von Dolderer für dessen erste Saison verpflichtet.

Vorliebe für Rookie-Team

„Ich habe Kirby vor 25 Jahren kennen gelernt und wir sind gute Freunde geworden“, erklärt Brow seinen Weg zum Red Bull Air Race und seine „Vorgeschichte“ mit den verschiedenen Teams. „Ich habe seine Entwicklung von den ersten Schritten an bis heute verfolgt und Kirby ist der Grund, warum ich dabei bin. Einige denken sicher, dass es da böses Blut zwischen uns gibt. Aber das stimmt nicht. Ich bin schon seit ewigen Zeiten mit Kirby befreundet. und auch meine Beziehung mit Hannes und seinem Techniker Vito ist sehr gut. Was mich aber wirklich an der Zusammenarbeit mit Matthias gereizt hat, war der Umstand, dass er vor seiner ersten Saison stand. Für mich bedeutet das einfach mehr Spaß und es gibt so viel, was wir tun können.”

Trotz seiner beeindruckenden Referenzen hat Brow den Boden unter den Füßen nie verloren und ist trotz des stetig wachsenden Erfolgs des Team Dolderer bescheiden geblieben. Diese Bescheidenheit und seine Akribie machen ihn zu einem perfekten „Team-Player“ und gerade das ist wichtig für ein ausgewogenes Teamgefüge. Es ist also auch kein Zufall, dass Modifikationen, die Mitte der Saison 2009 vorgenommen wurden, Dolderers Leistungen in der zweiten Saisonhälfte soweit verbesserten, dass er schließlich beim letzten Rennen in Barcelona mit einem dritten Platz auf dem Podium landete.

„Ich habe früher an Stock Cars und Rennautos herumgebastelt“, erzählt Brow. „Meine Pilotenlizenz erhielt ich mit 17, danach habe ich auch Flugzeuge besessen. Aber mir gefiel nicht, was die anderen damit anstellten. So löste ich die Lizenz als Flugzeug-Mechaniker und als ich die erst einmal hatte, begann ich damit, Flugzeuge für andere umzubauen. Am Anfang habe ich das nur für mich gemacht, aber irgendwann kam der Zeitpunkt, als daraus ein richtiger Job wurde.”

Vollstes Vertrauen in die Edge 540

Als großer Fan der Edge 540 und des Herstellers Aeronautics, freut sich Brow nun auf den Augenblick, wenn Dolderer seine funkelnagelneue V3 auf dem Parcours in New York präsentiert. Nach den vielen Arbeitsstunden an der Edge 540 zusammen mit Chambliss und Arch, kennt Brow die Rennmaschine in- und auswendig und hat vollstes Vertrauen in das Flugzeug – so wie auch die Teams, mit denen er zusammen gearbeitet hat. Arch war der erste in diesem Jahr, der die V3 in Abu Dhabi präsentierte. Chambliss hofft darauf, dass seine V3 bis Weihnachten ausgeliefert wird.

„Die Zivko-Flugzeuge sind alle von höchster Qualität, auf Herz und Nieren getestet. Ich vertraue ihnen voll und ganz und schätze ihre Ingenieursarbeit wirklich sehr hoch“, so Brow über Zivko Aeronautics. „Kirby hatte damals eine der ersten 540er und ich habe ihm dabei zugesehen, wie er die Maschine mit allen nur vorstellbaren Manövern auf Herz und Nieren geprüft hat. Das ist wirklich ein tolles Flugzeug. Nun, es wurde nicht wirklich mit dem Gedanken konstruiert, dass man es dauernd auseinander nimmt. Das ist jetzt bei der V3 anders. Bei Zivko hat man zugehört und etwas konstruiert, das im Grunde den gleichen Aufbau hat, aber nunmehr absolut auf unsere Anforderungen getunt ist. Die V3 ist weitaus ‚benutzerfreundlicher’ für uns Techniker und die aerodynamischen Veränderungen sind wirklich klasse.“

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Rennserie macht erstmals Stopp in New York Loidl: Historischer Moment

New York (pps) Ein Traum ist Wirklichkeit geworden: Die 2010 macht am 1./20. Juni erstmals Stopp in New York. Vor der Freiheitsstatue zählt allen voran das „Spitzentrio der Lüfte“, Weltmeister Paul Bonhomme (Großbritannien/41 WM-Punkte), dessen Vorgänger Hannes Arch (Österreich/39) und Bonhommes Landsmann Nigel Lamb (37), zu den Favoriten auf den ersten Sieg vor der Skyline von New York.

101674902HB005_Michael_Goul Die einmalige Location spornt aber auch die Konkurrenz zu Höchstleistungen an. Für mich als Amerikaner ist das wirklich etwas Besonderes“, erklärte der Weltmeister von 2006 und Vierte im WM-Gesamtklassement, Kirby Chambliss. „Sorry Jungs, aber dieses Rennen gewinne ich!“. Auf den ersten Trainingsflug warteten die Piloten aber vergeblich. Starke Winde mit Böen von bis zu 65km/h haben am Donnerstag zur Absage der ersten Trainingseinheit geführt.

„Dies ist ein historischer Moment“, so Bernd Loidl, CEO Red Bull Air Race GmbH. „Als wir das Red Bull Air Race-Rennen vor ein paar Jahren ins Leben riefen, hatten wir eine ,Mission‘, eine gemeinsame Idee. Wir wollten eines Tages hierher nach New York und die Chance haben, das Rennen in dieser wunderbaren Stadt mit ihrer wirklich traumhaften Skyline austragen zu können. Und dieser Traum ist jetzt Wirklichkeit geworden.“

Dolderer: „Gehe davon aus, dass wir ganz vorne mitmischen können“

Der deutsche Pilot Matthias Dolderer ist auf dem 5523 Meter langem Parcours erstmals mit seiner neuen vom amerikanischen Hersteller Aeronautics unterwegs. „Die ersten Tests verliefen sehr zufriedenstellend. Inwieweit wir eine Leistungssteigerung erreichen konnten, wird sich erst im Rennkurs herausstellen. Aber ich gehe davon aus, dass wir jetzt ganz vorne mitmischen können.“ Der 39-jährige Tannheimer belegt derzeit mit 19 Punkten Rang neun im Gesamtklassement, flog zuletzt in Windsor auf Platz fünf.

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DOLDERER ABSOLVIERT ERSTE TESTFLÜGE MIT NEUEM RENNFLUGZEUG

zivko-540v3_0014 Bereits zwei Tage nach seinem überzeugenden Resultat beim Red Bull Air Race inWindsor (CAN) arbeitet Matthias Dolderer weiter mit Vollgas an den Vorbereitungen für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte. In Oklahoma (USA) absolviert der 39-jährige Allgäuer erste Testflüge in seinem neuen Rennflugzeug, einer vom amerikanischen Hersteller Aeronautics. Renndebüt der V3 ist kommende Woche (19./20. Juni) beim fünften Stopp der in .
OKLAHOMA (USA). „Es ist ein großer Moment, einen brandneuen Flieger direkt nach der Produktion zum ersten Mal in die Luft zu bringen“, freut sich Matthias Dolderer, der erst vor wenigen Tagen Volkswagen als Hauptsponsor an Land gezogen hat. „Die ersten Tests verliefen sehr zufriedenstellend. Inwieweit wir eine Leistungssteigerung erreichen konnten, wird sich erst im Rennkurs herausstellen, aber ich gehe davon aus, dass wir jetzt ganz vorne mitmischen können.“
„Die Aerodynamik ist deutlich besser als bei meiner jetzigen Edge und wir haben weniger Gewicht an Bord. Jetzt sind wir in der Lage den Schwerpunkt des Flugzeuges und damit dessen Charakteristik den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Zudem haben wir einen neuen Ly-Con Motor mit mehr PS,“ so Dolderer über die V3, für deren Fertigstellung 4000 Arbeitsstunden anfielen.
Die V3 (Version 3) ist eine Evolution der bereits im Rennalltag bewährten Edge 540, auch wenn das Design zunächst auf eine vollständige Neuentwicklung schließen lässt. „Strukturell entspricht die V3 genau der alten Edge“, erklärt Vize Präsident Eric Zivko. „In Bezug auf die Aerodynamik haben wir jedoch ungefähr 65 Prozent verändert. Die Rumpfverkleidung sowie die Wingtips sind neu, das Fahrwerk ist kürzer und wir haben das Cockpitlayout optimiert. Die V3 ist komplett auf die Bedürfnisse im Red Bull Air Race  ausgelegt.“
zivko-540v3_0034 Auch Dolderers individuelle Anforderungen wurden berücksichtigt. Das neue Flugzeug kann innerhalb weniger Stunden komplett zerlegt und schnell zum nächsten Rennen transportiert werden. Und auch im visuellen Bereich darf man einiges erwarten: die Lackierung ist, anders als bei Dolderers vorherigem Rennflugzeug, schneeweiß. „Ich habe von einer Rothaarigen zu einer Blonden gewechselt“, scherzt Dolderer.
Ihr Renndebüt soll Dolderers Edge 540 V3 am 19./20. Juni beim Rennen in New York City geben. „Das Flugzeug ist fertig“, so Dolderer. „Wir müssen noch kleinere Modifikationen vornehmen und die Maschine feintunen. Hinzu kommt der Einbau der Telemetriesysteme.
Bis zum Rennen in New York sind wir aber soweit. Es wird spannend“

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